Streit um knochentrockenen Rasen im Kölner Stadion nach Leverkusens Spiel
Noah AlbrechtStreit um knochentrockenen Rasen im Kölner Stadion nach Leverkusens Spiel
Trockener Rasen im Kölner Stadion löst Debatte nach Leverkusens Spiel aus
Nach dem Spiel von Bayer Leverkusen im Kölner Stadion hat der trockene Platz für Diskussionen gesorgt. Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand kritisierte die Bedingungen scharf und bezeichnete die Spielfläche als "knochentrocken". Der 1. FC Kölns René Wagner wies hingegen jede Schuld von sich und führte natürliche Ursachen als Grund an.
Die Kontroverse entstand nach der Partie in Köln, bei der die Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad Celsius lagen. Hjulmand stellte infrage, ob der Rasen zunächst gewässert und anschließend gezielt ausgetrocknet worden sei. Er äußerte Bedenken wegen des ungewöhnlich trockenen Zustands des Platzes, der deutlich weniger Feuchtigkeit aufwies als erwartet.
Kölns Cheftrainer René Wagner lehnte Vorwürfe einer Manipulation entschieden ab. Während der Pressekonferenz wechselte er sogar ins Englische, um seine Position zu unterstreichen. Er argumentierte, die Sonne – und nicht menschliches Eingreifen – sei für die Trockenheit verantwortlich. Der Verein kämpft seit Langem mit der Rasenpflege, da das Kölner Gras schnell verbrennt und besonders sorgfältige Behandlung erfordert.
Die Bundesliga steht nun vor einer neuen Herausforderung, da lokal begrenzte trockene Plätze immer häufiger auftreten. Das DFL-Greenkeeping-Handbuch empfiehlt, die Bewässerung an Wetter und Mikroklima anzupassen. Trotz dieser Richtlinien blieb der Rasen in Köln selbst nach Bewässerungsversuchen trocken.
Der Streit zeigt die Schwierigkeiten bei der Pflege von Spielflächen unter bestimmten Bedingungen auf. Während die Probleme in Köln anhalten, beobachtet die Liga die Entwicklung. Bisher wurden keine weiteren Maßnahmen angekündigt, doch die Angelegenheit könnte zu einer genaueren Prüfung der Bewässerungspraktiken führen.






