Steinmeier gedenkt mit Solingen 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag
Elias KrauseSteinmeier gedenkt mit Solingen 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird an der Gedenkfeier zum 30. Jahrestag des Solinger Brandanschlags teilnehmen. Die Veranstaltung findet am 29. Mai in Solingen statt und markiert drei Jahrzehnte seit der tragischen Tat. Auch Claudia Roth, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, wird an den Gedenkveranstaltungen teilnehmen.
Die zentrale Gedenkfeier beginnt um 14:00 Uhr im Theater und Konzerthaus Solingen. Rund 600 geladene Gäste, darunter Bürgermeister Tim Kurzbach, kommen zu Reden von Bundespräsident Steinmeier und weiteren Würdenträgern zusammen. Mit hochrangigen Vertretern aus Nordrhein-Westfalen wie Hendrik Wüst, Mona Neubaur und Josefine Paul wird ebenfalls gerechnet.
Bereits am Vormittag eröffnet Claudia Roth im Zentrum für verfolgte Künste die Ausstellung „Den Opfern ein Gesicht geben, den Überlebenden eine Stimme“. Nach dem Gedenkgottesdienst in der Unteren Wernerstraße werden im Stadtgebiet Stelen mit Porträts der Opfer enthüllt. Den Abschluss der Gedenkveranstaltungen bildet ein Schweigemarsch zur Mildred-Scheel-Schule, für den ein Shuttleservice für ältere und mobilitätseingeschränkte Teilnehmer organisiert wird.
Die Veranstaltung ist Teil eines umfassenden Programms zur Ehrung der Opfer des Anschlags von 1993. Im vergangenen Jahr war der Mercimek-Platz in Mevlüde-Genç-Platz umbenannt worden. Aus Sicherheitsgründen ist die Teilnahme nur angemeldeten Gästen vorbehalten.
Die Gedenkfeier und die begleitenden Veranstaltungen würdigen die Betroffenen des Anschlags. Mit der Ausstellung, den Stelen und dem Schweigemarsch soll das Andenken an die Opfer bewahrt werden. Weitere Informationen sind den offiziellen Bekanntmachungen der Stadt zu entnehmen.
