Stars und Konzerne wehren sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Identität
Lea BraunStars und Konzerne wehren sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Identität
Prominente unternehmen rechtliche Schritte, um ihre Stimmen und Bilder vor unberechtigter KI-Nutzung zu schützen. So reichte das Unternehmen von Taylor Swift im April 2023 drei Markenanmeldungen ein, die ihre Stimme sowie ein markantes Bühnenoutfit abdecken. Dieser Schritt folgt einer ähnlichen Initiative des Schauspielers Matthew McConaughey, dessen Team 2025 Markenrechte sicherte, um den Missbrauch seiner Persönlichkeitsrechte durch KI zu bekämpfen.
Auch Disney hat sich in die Auseinandersetzungen eingeschaltet: Im Dezember 2025 schickte der Konzern eine Abmahnung an Google, mit der Vorwurf erhoben wurde, die KI-Plattform Gemini erzeuge illegale Kopien geschützter Figuren.
Taylor Swifts Markenanmeldungen zielen auf spezifische Aspekte ihrer öffentlichen Person ab. Zwei Anträge betreffen Klangmarken – ihre Stimme, die "Hey, it's Taylor" bzw. "Hey, it's Taylor Swift" sagt. Die dritte schützt eine bildliche Marke: ein Foto, das sie mit einer pinken Gitarre zeigt, bekleidet mit einem mehrfarbigen, schillernden Body und stehend auf einer pinken Bühne.
Diese Anmeldungen spiegeln die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsbranche wider, dass KI das Abbild von Künstlern ohne deren Zustimmung ausbeuten könnte. Swifts Image wurde bereits für KI-generierte Fälschungen missbraucht, darunter unautorisierte Chatbot-Interaktionen und Deepfake-Pornografie.
Die Strategie ähnelt den früheren rechtlichen Schritten von Matthew McConaughey. Dessen Anwälte ließen 2025 seinen markanten Spruch "Alright, alright, alright!" sowie Audio- und Videoaufnahmen von ihm als Marke eintragen. Dieser als "Trademark yourself" (etwa: "Markiere dich selbst") bezeichnete Ansatz soll die rechtliche Abwehr gegen KI-generierte Nachahmungen stärken, die von seiner Identität profitieren wollen. Bundesweite Markenklagen können als wirksames Abschreckungsmittel dienen, um Missbrauch zu unterbinden.
Disneys jüngste Aktion gegen Google unterstreicht die zunehmende Spannung. Das Unternehmen wirft Googles Gemini-KI vor, unberechtigte Kopien seiner geschützten Figuren zu erzeugen – ein weiterer Beleg für die juristischen Auseinandersetzungen um digitale Persönlichkeitsrechte.
Die Markenanmeldungen von Swift und McConaughey ebnen den Weg für klarere rechtliche Möglichkeiten, gegen KI-generierte Inhalte vorzugehen. Bundesgerichte können diese Schutzrechte in den USA durchsetzen und bieten so einen stärkeren Schutz vor unberechtigter Nutzung. Angesichts des technologischen Fortschritts der KI dürften immer mehr Künstler und Unternehmen ähnliche Maßnahmen ergreifen, um ihr geistiges Eigentum zu sichern.






