SPD Rhein-Kreis Neuss stärkt Frauenhäuser und Mieterschutz mit neuer Führung
Elias KrauseSPD Rhein-Kreis Neuss stärkt Frauenhäuser und Mieterschutz mit neuer Führung
SPD Rhein-Kreis Neuss formiert Führung neu und beschließt Initiativen für Frauenhäuser und Mieterschutz
Auf einer jüngsten Konferenz hat die SPD Rhein-Kreis Neuss ihre Führung umstrukturiert und neue Vorhaben auf den Weg gebracht, darunter die Stärkung von Frauenhäusern und der Schutz von Mieterinnen und Mietern. Zu den zentralen Beschlüssen zählten personelle Wechsel im Kreisvorstand sowie Pläne zum Ausbau von Hilfsangeboten für Frauen in Notlagen.
Chantal Messing schied nach fünf Jahren aus dem Kreisvorstand aus, bleibt der Partei jedoch weiterhin verbunden. Als Vorsitzende der SPD Meerbusch behält sie ihr Stimmrecht und vertritt den Kreis weiterhin auf Landesebene. Auch ihre Position im Landesparteirat bleibt unverändert.
Christina Borggraefe wurde mit 71 von 84 Stimmen zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden bestätigt. Zudem wird sie den Kreis künftig im Bezirksausschuss vertreten. Michael Grams sicherte sich mit 67 von 83 Stimmen einen Platz als Beisitzer und erhält damit volles Stimmrecht im Kreisvorstand.
Die Konferenz beschloss eine Resolution, die Anzahl der Schutzplätze für Frauen in Not bis 2030 zu verdreifachen. Bisher gab es im Rhein-Kreis Neuss lediglich acht solche Plätze. Die SPD Meerbusch und die ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen) hatten sich maßgeblich für diese Forderung eingesetzt – flankiert von der Aufforderung, Frauenhäuser vollumfänglich zu finanzieren und die Istanbul-Konvention konsequent umzusetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Gebäudeenergiegesetz. Hier soll ein Initiativantrag Mieterinnen und Mieter vor hohen Modernisierungskosten schützen, indem eine gerechtere Kostenverteilung durchgesetzt wird. Zudem wurde Dieter Jürginkes in die neu geschaffene Schlichtungskommission des Kreises berufen.
Die jüngste SPD-Konferenz setzte klare Ziele: der Ausbau von Kapazitäten in Frauenhäusern und der Schutz von Mieterrechten. Mit den personellen Neuerungen – Borggraefe, Grams und Jürginkes übernehmen Schlüsselrollen – wird der Kreistag nun einen detaillierten Umsetzungsplan bis 2030 erarbeiten.