Solinger Wohlfahrtsverbände kämpfen um finanzielle Unterstützung und Anerkennung
Lea BraunSolinger Wohlfahrtsverbände kämpfen um finanzielle Unterstützung und Anerkennung
Ein kürzlich in Solingen abgehaltenes Treffen unterstrich die zentrale Bedeutung von Wohlfahrtsverbänden für die sozialen Dienstleistungen und die lokale Wirtschaft. Vertreter dieser Organisationen trafen sich im DRK Solingen, um über Finanzierungsprobleme und den Bedarf an stärkerer Unterstützung durch staatliche Stellen zu diskutieren.
An der Veranstaltung nahmen Mitglieder des Kreisausschusses und verschiedene Wohlfahrtsverbände teil. Sie präsentierten ein breites Spektrum an Angeboten – von Kinderbetreuung und Migrationshilfe bis hin zur Unterstützung für Menschen mit Behinderungen und Obdachlose. Im Mittelpunkt der Gespräche stand zudem die Notwendigkeit, das öffentliche Bewusstsein für ehrenamtliches Engagement und unverzichtbare Sozialprogramme zu schärfen.
Dr. Thorsten Böth, Geschäftsführer des DRK, wies auf die steigenden Personalkosten und Materialausgaben hin. Er betonte, dass die gedeckelten Refinanzierungsmöglichkeiten die finanzielle Belastung der Verbände zusätzlich verschärften. Jan Peter Coblenz, Vorsitzender des Kreisausschusses, forderte Bund, Länder und Kommunen zum Handeln auf. Sein Appell zielte darauf ab, eine stabile Finanzierung zu sichern und Fachkräfte für den Sozialsektor zu gewinnen.
Die Veranstaltung machte auch deutlich, wie sehr Wohlfahrtsverbände zur Wirtschaftskraft Solingens beitragen. Als große Arbeitgeber stärken sie die Position der Stadt als Wirtschaftsstandort.
Am Ende der Gespräche stand eine klare Botschaft: Wohlfahrtsverbände benötigen dringend mehr finanzielle Unterstützung, um ihre Arbeit fortführen zu können. Ohne verstärkte Förderung könnten ihre Fähigkeit, essenzielle Dienstleistungen anzubieten, und ihre Rolle als lokaler Arbeitgeber gefährdet sein.






