Solingens Finanznot gefährdet Jobcenter und Freizeitzentrum Ittertal
Solingen steht unter Finanzdruck – Zukunft wichtiger Einrichtungen ungewiss
Die Stadt Solingen sieht sich wachsendem finanziellen Druck ausgesetzt, was Sorgen um die Zukunft zentraler Einrichtungen weckt. Betroffen sind unter anderem das kommunale Jobcenter und das Freizeitzentrum Ittertal. Ein jüngster Insolvenzfall verstärkt die Unsicherheit – bisher ist jedoch nur eine Organisation direkt betroffen.
Über die gemeinnützige Neue Arbeit Ittertal gGmbH wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Organisation schafft Arbeitsplätze für Menschen mit eingeschränkten Berufschancen. Nun setzt sich der Bundestagsabgeordnete Ingo Schäfer in Berlin dafür ein, den sozialen Arbeitsmarkt vor möglichen Kürzungen durch das Finanzministerium zu schützen.
Unabhängig davon steht Solingen eine Bundesförderung in Höhe von sechs Millionen Euro für die Sanierung und Modernisierung des Freibads zu. Ernst Lauterjung, Vorsitzender des Sportausschusses, arbeitet daran, dass die Stadt ihren Anteil an diesen Mitteln erhält. Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit, das Freizeitangebot im Ittertal für die Bürger zu erhalten.
Die SPD-Ratsfraktion plant eine Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ittertal und der Stadtverwaltung. Ziel ist eine nachhaltige, langfristige Lösung für das Freizeitzentrum, zu dem auch das Freibad und die Eishalle gehören. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Neuordnung des gesamten Ittertal-Geländes sowie die Sicherung einer stabilen Finanzierung für die Einrichtungen.
Von der Insolvenz betroffen ist bisher nur der beschäftigungsorientierte Träger im Ittertal. Die geplante Aufwertung des Freibads hingegen läuft wie vorgesehen mit Bundesunterstützung. Die Stadtspitze sucht weiterhin nach Wegen, um die Zukunft des Freizeitkomplexes und seine Bedeutung für die Gemeinschaft zu sichern.






