Solingen wehrt sich gegen Kritik an steigenden Rettungskosten und fordert Reformen
Jana FuchsSolingen wehrt sich gegen Kritik an steigenden Rettungskosten und fordert Reformen
Solingen verteidigt seine Rettungsdienste gegen Kritik an steigenden Kosten. Die Stadt betont, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin schnelle und hochwertige Versorgung erhalten müssen. Sie weist Vorwürfe zurück, wonach die Kommunen für die finanzielle Belastung des Systems verantwortlich seien.
Die Stadtverwaltung argumentiert, dass die Standards für den Rettungsdienst auf gesetzlich vorgeschriebenen Versorgungsplänen basieren und nicht auf lokalen Entscheidungen. Zudem macht sie auf ein zentrales Problem aufmerksam: Das aktuelle Finanzierungssystem entspreche nicht den Realitäten der modernen Notfallmedizin. Zwar wurde für 2026 eine Übergangslösung vereinbart, doch Solingen warnt, dass diese nur vorübergehend sei und das grundlegende Problem nicht löse.
Die Stadt begrüßt geplante Bundereformen im Rettungswesen, fordert jedoch künftig eine vollständige Kostenerstattung für alle Leistungen. Zudem plädiert sie für eine gemeinsame Analyse mit allen Beteiligten in den anstehenden Gesprächen. Die Qualitätsprüfungsphase dürfe nicht allein als Sparmaßnahme betrachtet werden, so die Warnung.
Die Debatte über „Fehleinsätze“ – bei denen Rettungskräfte Patienten vor Ort behandeln, ohne sie ins Krankenhaus zu transportieren – hat die Diskussion zusätzlich angeheizt. Solingen betont, dass die Kommunen nicht für die Finanzierungslücken in der Notfallversorgung verantwortlich gemacht werden dürften.
Die Stadt bleibt bei ihrer Haltung: Sie fordert ein gerechteres System, das den tatsächlichen Bedürfnissen der Notfallversorgung entspricht. Bis dahin werde Solingen das gleiche Versorgungsniveau aufrechterhalten und gleichzeitig auf langfristige Lösungen drängen.






