Solingen plant drastische Kita-Gebührenerhöhung – Wirtschaft protestiert scharf
Jana FuchsSolingen plant drastische Kita-Gebührenerhöhung – Wirtschaft protestiert scharf
Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat Pläne angekündigt, die Kita-Gebühren drastisch zu erhöhen. Der Schritt hat scharfe Kritik von Vertretern der lokalen Wirtschaft ausgelöst. Diese argumentieren, die Erhöhungen würden Familien belasten und manche dazu drängen, die Stadt zu verlassen.
Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des Solinger Mittelstandsverbands, warnte, dass monatliche Gebühren von über 400 Euro pro Kind Familien vertreiben könnten. Sie befürchtet, dass die hohen Kosten potenzielle Neubürger davon abhalten, sich in Solingen niederzulassen.
Marc Westkämper, stellvertretender Vorsitzender des Verbands, teilt diese Bedenken. Er betont, dass die hohen Abgaben Frauen davon abhalten könnten, nach der Geburt ihrer Kinder wieder in den Beruf einzusteigen. Westkämper bezeichnete die geplante Regelung als „rückschrittlich“ und „frauenfeindlich“.
Sowohl Steingruber als auch Westkämper üben Kritik an der Verwaltung unter Kurzbach. Sie werfen dem Oberbürgermeister vor, nicht in Betracht gezogen zu haben, den Verwaltungsapparat zu verschlanken, um die finanzielle Belastung für Haushalte der Mittelschicht zu verringern.
Die geplanten Gebührenerhöhungen stoßen bei Wirtschaftsvertretern auf vehementen Widerstand. Diese befürchten, dass die Änderungen Solingens Attraktivität für Familien und berufstätige Eltern beeinträchtigen werden. Die Debatte über die Kita-Kosten wird voraussichtlich anhalten, während die Pläne weiter voranschreiten.






