05 April 2026, 06:06

Schwere Verstöße gegen Arbeitsrecht auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude mit der Aufschrift "Bitte keine Verschmutzung Verursacher werden verfolgt Keine Ablagerung".

Schwere Verstöße gegen Arbeitsrecht auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt

Bei einer Routinekontrolle auf einer Baustelle einer Bielefelder Schule sind zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten die Überprüfungen am 1. Oktober 2025 durch. Die Ergebnisse erfordern nun weitere Ermittlungen durch andere Zollbehörden.

Rund 40 FKS-Mitarbeiter aus Bielefeld und Herford besuchten die Baustelle der Martin-Niemöller-Gesamtschule im Stadtteil Schildesche. Sie befragten 58 Beschäftigte, die bei 13 verschiedenen Unternehmen angestellt waren. Bei den Kontrollen wurden in 37 Fällen Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Die meisten Verstöße betrafen versäumte oder verspätete Meldungen an die Sozialversicherungsträger – insgesamt 31 Fälle. Drei Arbeitnehmer erhielten weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, in drei weiteren Fällen wurde Sozialleistungsbetrug aufgedeckt.

Da die betroffenen Unternehmen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Bielefeld fallen, werden die Fälle an die jeweils zuständigen Regionalbehörden übergeben. Namen oder Standorte der Firmen wurden nicht bekannt gegeben.

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Die Ergebnisse der Kontrollen werden nun an die verantwortlichen Hauptzollämter weitergeleitet, die weitere Schritte einleiten werden. Zu den Verstößen zählen unter anderem nicht abgeführte Sozialabgaben, Lohnunterschreitungen und betrügerische Leistungsansprüche. Die Behörden werden in jedem Einzelfall über das weitere Vorgehen entscheiden.

Quelle