25 March 2026, 12:06

Scarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit platonischem Kuss Hollywood-Debatte aus

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Scarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit platonischem Kuss Hollywood-Debatte aus

Ein Kuss zwischen Scarlett Johansson und Jonathan Bailey bei der jüngsten Premiere von Jurassic World: Rebirth hat die Diskussionen über platonische Zuneigung in Hollywood neu entfacht. Der Moment, den die beiden auf dem roten Teppich teilten, reiht sich in eine lange Liste ähnlicher Gesten unter Prominenten ein – die mittlerweile weitgehend als Ausdruck von Freundschaft und nicht von Romantik verstanden werden.

Der Kuss von Johansson und Bailey sorgte zwar für Aufmerksamkeit, doch beide wischten jede romantische Spekulation beiseite. Bailey verteidigte später die Geste und erklärte, das Leben sei zu kurz, um Liebe nicht auf verschiedene Weisen zu zeigen. Auch ihr Ehemann, Colin Jost, relativierte die Aufregung und nannte das Ganze "übertrieben", während er betonte, sich durch den Moment nicht bedroht zu fühlen.

Solche öffentlichen Zuneigungsbekundungen sind nichts Neues. Cat Deeley hat offen über "Freundinnen-Küsse" mit engen Vertrauten gesprochen, darunter ein Geburtstagskuss mit ihrer besten Freundin, der Designerin Charlie Brear. Auch andere Stars wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna haben in den letzten Jahren Ähnliches getan. Die Kommunikations-expertin Judi James erklärt, solche Gesten seien in Hollywood weit verbreitet – es handele sich um urtümliche, fürsorgliche Akte, nicht um sexuelle.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die öffentliche Wahrnehmung dieser Küsse gewandelt. Wurden sie früher noch mit Spekulationen begleitet – wie etwa bei frühen Beispielen mit Taylor Swift und Karlie Kloss oder Billie Eilish und ihren Freunden –, gelten sie heute als normalisierte, platonische Zuneigungsbeweise. Sowohl die Kritik an Queerbaiting als auch die größere Sichtbarkeit der LGBTQ+-Community haben zu diesem Wandel beigetragen. Prominente Beispiele wie der spielerische Kuss von Katy Perry und Orlando Bloom bei den VMAs 2022 oder die Wiedervereinigung von Selena Gomez und Francia Raisa 2023 spiegeln diesen Trend wider. Selbst Dua Lipa teilte ähnliche Momente mit engen Freund:innen, etwa bei den Grammys 2025.

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Wissenschaftler:innen weisen darauf hin, dass soziales Küssen keineswegs nur beim Menschen vorkommt. Viele Tiere, darunter Primaten, nutzen die Geste, um Bindungen zu stärken und Stress abzubauen. Für Prominente dient sie oft dazu, Freundschaft in einer hochgradig sichtbaren Welt zu feiern.

Der Kuss zwischen Johansson und Bailey gesellt sich zu einer wachsenden Liste öffentlicher Gesten, die tiefe Freundschaft statt Romantik betonen. Da sowohl Stars als auch Expert:innen diese Momente als natürlich und nicht-sexuell einordnen, findet die Praxis zunehmend Akzeptanz. Für viele ist es schlicht eine weitere Art, Zuneigung in einer Branche zu zeigen, die auf Verbindungen aufgebaut ist.

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