Robert Rauschenbergs lebendiges Erbe zum 100. Geburtstag in New York gefeiert
Elias KrauseRobert Rauschenbergs lebendiges Erbe zum 100. Geburtstag in New York gefeiert
Ein Jahrhundert nach seiner Geburt bleibt das Erbe des Künstlers Robert Rauschenberg lebendig wie eh und je. Zwei aktuelle Aufführungen von Tanzen mit Bob in Brooklyn markierten seinen 100. Geburtstag, während Ausstellungen in New York weiterhin sein bahnbrechendes Schaffen präsentieren. Sein Einfluss reicht von avantgardistischem Theater bis zu großformatigen Collagen und festigt seinen Ruf als prägende Figur der modernen Kunst.
Rauschenbergs Verbindung zur Performance begann früh. In den 1950er-Jahren schuf er sein erstes Combine – eine Mischform aus Malerei und Skulptur – für ein Tanzstück von Merce Cunningham. Jahrzehnte später, 1977, arbeitete er erneut mit Cunningham zusammen, diesmal gemeinsam mit John Cage und Trisha Brown an Tanzen mit Bob. Für diese Produktion entwarf Rauschenberg sowohl Bühnenbild als auch Kostüme und verschmolz so bildende Kunst mit Bewegung.
New York prägte einen Großteil seiner Karriere, besonders in der Zeit, als sich die Stadt vom industriellen Schmelztiegel zur Finanzmetropole wandelte. Seine Fotografie, oft in Siebdrucke und Collagen eingearbeitet, hielt diesen Wandel fest. Die Ausstellung Rauschenbergs New York im Museum of the City of New York rückt diese Bilder in den Fokus und betrachtet sie als unverzichtbare Bestandteile seines Gesamtwerks.
Eines seiner ambitioniertesten Werke ist Die Barke, eine fast zehn Meter lange Collage aus dem Jahr 1963. Nun Teil der Jubiläumsschau im Guggenheim-Museum, vereint sie eigene Fotografien mit gefundenen Bildern, Schablonentexten und Reproduktionen berühmter Kunstwerke. Jasper Johns, ein enger Freund und ehemaliger Lebensgefährte, nannte Rauschenberg einst den innovativsten Künstler ihrer Generation.
Die jüngsten Aufführungen in Brooklyn und die laufenden Ausstellungen halten Rauschenbergs experimentellen Geist wach. Sein Werk – ob in Tanz, Fotografie oder monumentalen Collagen – stellt weiterhin infrage, wie Kunst entsteht und erlebt wird. Die Feiern zu seinem 100. Geburtstag sorgen dafür, dass sein Einfluss auf die moderne Kultur fortbesteht.






