Rheinmetall sichert Milliardenauftrag der Ukraine für Artillerie und Raketen
Jana FuchsRheinmetall sichert Milliardenauftrag der Ukraine für Artillerie und Raketen
Rheinmetall hat einen Großauftrag der Ukraine für Artilleriegranaten und Treibladungen an Land gezogen. Der Deal im Wert von mehreren Zehntausend Millionen Dollar wird voraussichtlich Mitte 2026 in den Unternehmensbilanzen verbucht. Die Produktion läuft bereits in einem spanischen Werk an.
Der deutsche Rüstungskonzern baut seine Kapazitäten weiter aus: Im August 2025 nahm er in Unterlüß ein neues Artilleriewerk in Betrieb. Dieser Schritt ist Teil der übergeordneten Strategie, die Produktion zu steigern und in neue Verteidigungsbereiche vorzudringen – angesichts der wachsenden NATO-Rüstungsausgaben.
Gleichzeitig arbeitet Rheinmetall mit dem Unternehmen Destinus an der Entwicklung der Rakete RUTA Block 3. Die Ukraine dient als Testgebiet für dieses Langstrecken-Präzisionswaffensystem. Flugtests sind für 2027 geplant; der aktuelle Auftrag soll Anfang 2027 abgeschlossen werden.
Der Vertrag unterstreicht Rheinmetalls wachsende Bedeutung für die europäische Verteidigung. Das Unternehmen bleibt ein zentraler Lieferant für Großkalibermunition und dringt nun auch in den Bereich hochmoderner Raketensysteme vor. Die Auslieferung der bestellten Artillerie ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
