Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie fällt trotzdem
Jana FuchsRheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie fällt trotzdem
Rheinmetall sichert Großauftrag im Wert von mehreren hundert Millionen Euro für Skyranger-35-Luftabwehrsysteme
Der Rüstungsriese Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag über hunderte Millionen Euro für seine Luftabwehrsysteme vom Typ Skyranger-35 erhalten. Das Geschäft wird von einem EU-Mitgliedstaat finanziert und fällt unter den "Windfall-Profit-Mechanismus" für die Ukraine. Der Deal unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach deutscher Verteidigungstechnologie. Trotz des großen Auftragsvolumens verzeichnete das Unternehmen jedoch in dieser Woche einen Kursrückgang.
Das Skyranger-35-System, das auf dem Fahrgestell des Leopard-1-Kampfpanzers montiert wird, bleibt eine gefragte Lösung – auch bei der deutschen Bundeswehr. Die Produktion soll bei Rheinmetall Italia SpA in Rom erfolgen. Bisher wurden jedoch noch keine Skyranger-35-Einheiten auf Leopard-1-Basis an die Ukraine ausgeliefert, obwohl Lieferungen für Juni 2024 angekündigt wurden – ohne dass Mengen oder konkrete Zeitpläne bestätigt wurden.
Die Rüstungsbranche ist derzeit von Volatilität geprägt: Sowohl allgemeine Marktbedingungen als auch branchenspezifische Herausforderungen beeinflussen die Aktienkurse. Die Rheinmetall-Aktie verlor an der XETRA 1,16 Prozent und auf Tradegate über zwei Prozent – ein Zeichen für den aktuellen Abwärtstrend. Selbst Großaufträge vermögen das Anlegervertrauen kurzfristig nicht zu stärken.
Eine aktuelle Analyse vom 11. Oktober untersuchte, ob die Rheinmetall-Aktie derzeit als Kauf oder Verkauf einzustufen ist. Der Bericht deutet darauf hin, dass Aktionäre möglicherweise kurzfristig handeln müssen, während das Unternehmen mit Marktunsicherheiten kämpft.
Der Auftrag untermauert die strategische Bedeutung der Rheinmetall-Verteidigungssysteme in Europa. Dennoch zeigt der Kursrückgang, dass die Marktstimmung weiterhin verhalten bleibt. Anleger werden die weiteren Entwicklungen genau beobachten – insbesondere den Fortschritt der Produktion und den Beginn der Auslieferungen.






