Rekordstaus 2023: Warum deutsche Autobahnen immer öfter zum Parkplatz werden
Jana FuchsRekordstaus 2023: Warum deutsche Autobahnen immer öfter zum Parkplatz werden
Staus auf deutschen Autobahnen nahmen 2023 stark zu
Der ADAC verzeichnete im vergangenen Jahr deutlich mehr Staus und Verkehrsverzögerungen als 2022 – allerdings blieb das Niveau noch unter den Werten von 2019.
Besonders markant stieg die Zahl der langen Staus: 2023 gab es 691 Staus mit einer Länge von über 20 Kilometern, gegenüber 383 im Vorjahr. Der schlimmste Tag war der Freitag, der 29. September, an dem es rund 2.400 Stau-Stunden gab.
Die Gesamtverzögerungen summierten sich auf 427.000 Stunden – fast 30 Prozent mehr als die 333.000 Stunden im Jahr 2022. Im Laufe des Jahres nahmen die Staus kontinuierlich zu und erreichten ihren Höhepunkt in den Monaten Juli, August und September mit jeweils etwa 43.500 Stau-Stunden. Der August 2023 übertraf sogar den August 2019, während September und November 2023 auf dem Niveau von 2019 lagen.
Der längste Stau erstreckte sich am 20. Januar auf 56 Kilometer auf der A61 bei Mönchengladbach. Nordrhein-Westfalen war mit fast 34 Prozent aller Staus das am stärksten betroffene Bundesland, gefolgt von Bayern mit 15 Prozent und Baden-Württemberg mit 10 Prozent. Die staureichsten Wochentage waren Mittwoch und Donnerstag, an denen es jeweils durchschnittlich rund 1.500 Stau-Stunden gab.
Trotz des deutlichen Anstiegs blieb die Gesamtbelastung 2023 jedoch unter dem Wert von 2019, als die Verzögerungen insgesamt etwa 521.000 Stunden betrugen. Die Daten zeigen eine klare Zunahme der Verkehrsprobleme im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders betroffen von den Verzögerungen waren Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.
