25 June 2026, 04:04

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer setzt sich durch?

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer setzt sich durch?

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines bedeutenden Kulturstandorts, ist ungewiss. Die Kurth-Gruppe fordert eine beschleunigte Baugenehmigung für Wohnungsneubauten, bevor weitere Planungen vorangetrieben werden. Dies hat einen Streit mit dem Senat und dem Bezirk über den Umfang der Erhaltung des historischen Areals ausgelöst.

Das RAW-Gelände begann einst als Reichsbahn-Ausbesserungswerke und entwickelte sich nach dem Fall der Berliner Mauer zu einem kulturellen Hotspot. Heute beherbergt es in seinen teils verfallenen Gebäuden Dutzende Clubs, Bars, Ateliers, Sporteinrichtungen und Kulturstätten. Zu den aktuellen Attraktionen zählen Konzerthallen, ein Biergarten, eine Skatehalle, eine Boulderhalle, Lagerhallen, ein Weihnachtsmarkt und ein Flohmarkt.

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Mitte Mai schlugen Senat und Bezirk einen Rahmenvertrag vor, um den Bau neuer Wohnungen mit dem Erhalt der historischen Hallen in Einklang zu bringen. Die Kurth-Gruppe lehnte diesen Plan ab. Die Spannungen verschärften sich weiter, als Mieter – darunter der Club Cassiopeia – Aufforderungen erhielten, Teile des Geländes zu räumen. Einige, wie der Club Cassiopeia, drohen nun bereits ab nächster Woche die Räumung.

Vor den Büros der Kurth-Gruppe versammelten sich Demonstranten, die fordern, dass das RAW-Gelände für alle zugänglich bleibt. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Frage, wie viele Wohnungen gebaut werden sollen, und wie viel vom kulturellen und historischen Charakter des Ortes erhalten bleiben muss.

Die Forderung der Kurth-Gruppe nach einem beschleunigten Verfahren hat die Verhandlungen blockiert. Während sich Mieter auf mögliche Räumungen vorbereiten, kämpfen Aktivisten weiter für den Erhalt des Geländes. Das Ergebnis wird entscheiden, ob das RAW-Gelände seine kulturelle Identität bewahrt oder einer umfassenden Neuentwicklung weichen muss.

Quelle