Proteste gegen NATO-Atommanöver: 150 Demonstranten fordern deutschen Rückzug aus nuklearer Teilhabe
Lea BraunProteste gegen NATO-Atommanöver: 150 Demonstranten fordern deutschen Rückzug aus nuklearer Teilhabe
Rund 150 Demonstranten versammelten sich am Wochenende in der Nähe des Flugplatzes Nörvenich im Kreis Düren. Sie forderten den Rückzug Deutschlands aus einem NATO-Manöver, das die nukleare Abschreckung zum Thema hat. Die Kundgebung wurde von über 30 Friedensinitiativen organisiert, die sich gegen die deutsche Beteiligung an der sogenannten "nuklearen Teilhabe" aussprechen.
Im Fokus des Protests stand das anstehende NATO-Manöver, das bereits nächste Woche beginnt. Deutsche Kampfflugzeuge vom Standort Nörvenich werden an der Übung teilnehmen, die mit nuklearen Verteidigungsstrategien verknüpft ist. Die Demonstranten argumentierten, dass solche Manöver gegen internationales Recht verstoßen, da sie die Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Boden aufrechterhalten.
Die Menge erhob zudem eine weitergehende Forderung: die vollständige Abziehung aller Atomwaffen aus Deutschland. Zwar ist unklar, wie viele NATO-Staaten genau an der Übung beteiligt sind, doch gibt es Berichte über frühere deutsche Teilnahmen an von Frankreich geführten Atomwaffenübungen. Interesse hätten auch Länder wie Großbritannien, Schweden, Finnland und Dänemark signalisiert, wobei Details zum aktuellen Programm begrenzt sind.
Neben der Kritik an der Atompolitik sprachen sich die Demonstranten auch für die laufenden Friedensbemühungen im Nahen Osten aus. Sie lobten die jüngsten Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern als positiven Schritt in Richtung regionaler Stabilität.
Die Kundgebung in Nörvenich spiegelt den wachsenden Widerstand gegen Deutschlands Rolle in nuklearen Verteidigungsübungen wider. Angesichts des für nächste Woche geplanten NATO-Manövers haben die Organisatoren ihre Position deutlich gemacht: Die nukleare Teilhabe müsse beendet und alle entsprechenden Waffen aus Deutschland abgezogen werden.






