08 June 2026, 20:05

Polizei schlägt gegen Tuning-Szene zu: 200 Raser und laute Autos gestoppt

POL-SI: Erfolgreicher Sondereinsatz an typischen Treffpunkten der Poser- und Tuner-Szene: Verkehrsdienst fand einige Verstöße #polsiwi

Polizei schlägt gegen Tuning-Szene zu: 200 Raser und laute Autos gestoppt

Polizei in Siegen-Wittgenstein geht gegen illegale Fahrzeugumbauten und gefährliches Fahren vor

Am vergangenen Freitagabend führte die Polizei in Siegen-Wittgenstein eine großangelegte Kontrolle gegen illegale Fahrzeugmodifikationen und rücksichtsloses Fahrverhalten durch. Beamte konzentrierten sich dabei auf bekannte Treffpunkte der Tuning- und Poser-Szene. Die Aktion führte zu Bußgeldern, Fahrverboten und Fahrzeugüberprüfungen. Allein während des Einsatzes wurden über 200 Tempoversöchse registriert.

Die Verkehrspolizei startete die Operation am 30. Mai 2025 und richtete ihren Fokus auf Gebiete, die bei Autofans beliebt sind. Kontrollen fanden unter anderem an der HTS in Geisweid, auf dem Obi-Parkplatz in Weidenau sowie in innerstädtischen Straßen statt.

Besondere Aufmerksamkeit erregte auf der Geisweider Straße ein weißer Nissan, dessen Auspuffanlage extrem laut war. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der sogenannte „db eater“ – ein geräuschdämmendes Bauteil – aus dem Schalldämpfer entfernt worden war. Der 37-jährige Fahrer aus Siegen muss nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.

Die Beamten führten mehr als 25 Gespräche mit Mitgliedern der Szene. Daraus resultierten weitere Anzeigen, eine Strafanzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr sowie zahlreiche Verwarnungsgelder. Da am Nissan insgesamt elf Verstöße festgestellt wurden, ordneten die Behörden die Stilllegung des Fahrzeugs an.

Geschwindigkeitskontrollen auf der HTS in Richtung Kreuztal ergaben über 200 Verstöße. Mehr als 130 Fahrer erhielten Verwarnungsgelder, während gegen über 70 weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden. Drei Autofahrer müssen vorläufig ihren Führerschein abgeben – gemäß den Regelungen des Bußgeldkatalogs für Fahrverbote.

Polizeidirektor Marcel Zirnsak betonte die „Null-Toleranz-Strategie“ der Behörden. Er warnte, dass sowohl Straftaten als auch Ordnungswidrigkeiten konsequent verfolgt würden. Nur wer ein verkehrssicheres Fahrzeug führe und sich an die Verkehrsregeln halte, gefährde weder sich selbst noch andere, so Zirnsak.

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Der Einsatz hatte für Dutzende Autofahrer direkte Konsequenzen: Sie müssen mit Bußgeldern, Fahrzeugstilllegungen und Führerscheinentzug rechnen. Die Behörden bekräftigten ihr Vorhaben, die Einhaltung der Verkehrsregeln an bekannten Treffpunkten der Poser-Szene strikt zu überwachen. Weitere Kontrollen sind im Rahmen der laufenden Bemühungen gegen illegale Umbauten und gefährliches Fahrverhalten geplant.

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