10 May 2026, 20:05

NRW will schwimmende Solaranlagen mit Reform des Wasserrechts beschleunigen

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras, Pfählen und Hügeln unter einem klaren blauen Himmel, identifiziert als Deutschlands erste solarbetriebene Fabrik.

NRW will schwimmende Solaranlagen mit Reform des Wasserrechts beschleunigen

Nordrhein-Westfalen drängt auf Änderungen des Bundeswasserrechts, um schwimmende Solarprojekte voranzutreiben

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen setzt sich für eine Reform der bundesweiten Wassergesetze ein, um den Ausbau von schwimmenden Solaranlagen auf Seen und Stauseen zu beschleunigen. Nach Ansicht der Regierung sind die aktuellen Vorschriften zu streng und bremsen die Entwicklung erneuerbarer Energien auf Gewässern aus. Die Behörden fordern nun mehr Flexibilität bei Planung und Genehmigung solcher Anlagen.

Bisher unterliegen schwimmende Solarparks strengen Auflagen: Maximal 15 Prozent der Wasseroberfläche dürfen genutzt werden, zudem ist ein 40 Meter breiter Pufferstreifen zum Ufer einzuhalten. Diese pauschalen Beschränkungen, so die Kritik des Landes, seien nicht immer ökologisch sinnvoll und behinderten stattdessen den Ausbau.

Im Januar hatte der Erneuerbare-Energien-Landesverband Nordrhein-Westfalen dem Umweltminister des Landes, Oliver Krischer (Grüne), entsprechende Vorschläge unterbreitet. Die Initiative zielt auf eine Anpassung von Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes ab – unter anderem mit höheren Nutzungsgrenzen und Einzelfallregelungen. Krischer verwies seitdem besonders auf die Region Niederrhein als idealen Standort für großflächige schwimmende Solaranlagen.

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Aktuell betreibt Nordrhein-Westfalen sechs dieser photovoltaischen Schwimmkraftwerke, darunter eine 5,6-Megawatt-Anlage in Bislich – die bisher größte ihrer Art im Land. Mona Neubaur (Grüne), Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz und Energie, betonte die Notwendigkeit, den Ausbau der Erneuerbaren weiter zu beschleunigen. Lockere Vorschriften würden dem Land helfen, seine Klimaziele effizienter zu erreichen, so Neubaur.

Die geplanten Änderungen sollen mehr Solarmodule auf Gewässern ermöglichen – unter Berücksichtigung lokaler ökologischer Bedingungen. Sollte der Bund den Vorstoß unterstützen, könnte dies den Bau weiterer schwimmender PV-Projekte im Land deutlich beschleunigen. Nordrhein-Westfalen wartet nun auf eine Rückmeldung der Bundesregierung zu seinem Antrag.

Quelle