NRW testet Kriminalassistenten zur Entlastung überlasteter Ermittler
Elias KrauseNRW testet kriminalistische Hilfskräfte - Entlastung für Ermittler - NRW testet Kriminalassistenten zur Entlastung überlasteter Ermittler
Nordrhein-Westfalen testet neue Rolle zur Entlastung von Ermittlern
Das Bundesland erprobt ein neues Modell, um die Arbeitsbelastung von Kriminalbeamten zu verringern. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden 15 Kriminalassistenten an vier Polizeidirektionen eingesetzt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, administrative Tätigkeiten zu übernehmen, damit die Ermittler sich auf die Aufklärung von Fällen konzentrieren können.
Die Assistenten werden vor allem Büroarbeiten erledigen, darunter Datenbankrecherchen, Terminplanung, Aktenpflege und Berichterstellung. Ziel ist es, den bürokratischen Aufwand für die Beamten zu reduzieren, die mit steigenden Fallzahlen konfrontiert sind. Innenminister Herbert Reul (CDU) betonte, dass Ermittler oft zu viel Zeit mit Schriftarbeit verbringen – statt aktiv in Fällen zu ermitteln.
Von den 15 Assistenten hatten zwölf bereits zuvor ähnliche Unterstützungsaufgaben bei der Landeskriminalpolizei wahrgenommen. Nun werden sie in Essen, Bonn, Mettmann und Hamm stationiert. Reul erklärte, dass die Entlastung der Beamten von Verwaltungsaufgaben die Effizienz in der Strafverfolgung steigern solle.
Nach der Testphase wird geprüft, ob das Programm auf weitere Polizeidirektionen ausgeweitet wird. Die Auswertung soll zeigen, ob das Konzept tatsächlich zur Arbeitsentlastung beiträgt.
Das Pilotprojekt ist eine Reaktion auf die wachsenden Anforderungen an die Polizeiressourcen. Bei Erfolg könnten Kriminalassistenten dauerhaft an mehr Standorten eingesetzt werden. Die endgültige Entscheidung hängt von den Ergebnissen der anstehenden Evaluation ab.






