30 June 2026, 02:05

NRW stoppt überraschend beliebte Wohneigentumsförderung für Familien in Solingen

FDP: Landesregierung muss 'Kampagne gegen Wohneigentum' beenden

NRW stoppt überraschend beliebte Wohneigentumsförderung für Familien in Solingen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ein beliebtes Förderprogramm für Wohneigentum überraschend beendet. Das 2022 von der FDP eingeführte Programm sah Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro für Käufer in Solingen und anderen Regionen vor. Die Entscheidung hat scharfe Kritik von Oppositionsführern und betroffenen Familien ausgelöst.

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Im Rahmen des Programms erhielten 419 Haushalte in Solingen insgesamt 2.889.156 Euro an Fördergeldern. Im Durchschnitt profitierte jede Familie mit 6.895 Euro, um den Kauf einer Immobilie zu unterstützen. Ziel der Initiative war es, die finanzielle Belastung für Haushalte zu verringern, die mit steigenden Wohnkosten zu kämpfen haben.

Während der Sommerpause setzte die von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) geführte Landesregierung dem Programm ein Ende. Kritiker wie der FDP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Albermann werfen der CDU vor, damit ein Versprechen gebrochen zu haben – die Förderung sollte eigentlich so lange fortbestehen, bis alle bereitgestellten Mittel ausgeschöpft seien. Albermann kritisierte zudem die hohe Grunderwerbsteuer des Landes, die bundesweit am höchsten ist, als Teil einer Reihe von Maßnahmen, die den Erwerb von Wohneigentum zunehmend erschweren.

Acht von zehn Deutschen bevorzugen Wohneigentum gegenüber dem Mieten. Doch durch explodierende Steuern und Abgaben rückt dieser Wunsch für viele Familien in der Region in weite Ferne.

Die Streichung des Förderprogramms lässt zahlreiche potenzielle Käufer ohne die erwartete Unterstützung zurück. Die hohen Grundstückssteuern in Nordrhein-Westfalen bleiben eine Hürde auf dem Weg ins Eigenheim. Die Entscheidung hat sowohl von politischen Gegnern als auch von direkt Betroffenen heftige Kritik geerntet.

Quelle