13 March 2026, 06:05

NRW-Landwirte kämpfen mit dramatischem Einkommensrückgang um ihre Existenz

Ein altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" mit einem Bild eines Bauernhofs auf dem Cover.

NRW-Landwirte kämpfen mit dramatischem Einkommensrückgang um ihre Existenz

Landwirte in Nordrhein-Westfalen stehen im Haushaltsjahr 2025/26 vor einem drastischen Einkommensrückgang. Aktuelle Prognosen zeigen, dass die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel eingebrochen sind. Der Einbruch bringt viele Betriebe in die Bredouille: Selbst die Deckung der Grundkosten wird zur Herausforderung, von Investitionen in die eigene Arbeit ganz zu schweigen.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW) hat ihre neueste Einkommensvorhersage veröffentlicht. Basierend auf den Finanzdaten konventioneller Vollerwerbsbetriebe im NRW-Buchführungsnetz offenbart der Bericht eine besorgniserregende Entwicklung: Im Schnitt werden die Höfe in diesem Jahr voraussichtlich 73.311 Euro erwirtschaften – ein Rückgang um 29 Prozent gegenüber 2024/25.

Bei familiengeführten Betrieben liegen die Gewinne bei etwa 70.000 Euro. Dieser Betrag reicht kaum aus, um private Lebenshaltungskosten, Steuern und Pflichtabgaben zu decken. Nach der Begleichung von Krediten und essenziellen Rechnungen bleibt für Reinvestitionen so gut wie nichts übrig.

Die Zukunft bleibt unsicher, belastet durch externe Risikofaktoren. Tierseuchen oder eskalierende Konflikte – wie etwa die Lage im Iran – könnten die Märkte weiter destabilisieren. Gleichzeitig verzeichnet der Ökolandbau einen Aufwärtstrend: Die Umsätze in Deutschland übersteigen mittlerweile 18 Milliarden Euro. Allerdings liegen noch keine spezifischen Daten vor, wie sich die wirtschaftliche Lage der Öko-Betriebe in NRW im Vergleich zu konventionellen Höfen darstellt.

Der massive Einkommensrückgang lässt den Landwirten kaum Spielraum. Ein Großteil der Gewinne wird von Fixkosten aufgezehrt, sodass für Wachstum oder Modernisierungen keine Mittel bleiben. Ohne Kurskorrekturen dürfte die finanzielle Belastung des Agrarsektors in NRW weiter anhalten.

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