30 March 2026, 06:06

NRW-Kita-Reform: Mehr Flexibilität und 1,5 Milliarden Euro für bessere Betreuung

Plakat mit der Aufschrift "Nationaler Ausschuss für Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer USA-Karte und Illustrationen von Ausschussmitgliedern.

Allianzen und Carrier verpflichten sich zur Kita-Reform - NRW-Kita-Reform: Mehr Flexibilität und 1,5 Milliarden Euro für bessere Betreuung

Kita-Reform in Nordrhein-Westfalen: Einigung auf Flexibilisierung und Qualitätsverbesserung

Die geplante Reform der Kindertagesstätten (Kitas) in Nordrhein-Westfalen hat einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht: Schlüsselige Verbände haben ein Positionspapier unterzeichnet. Kommunale Spitzenverbände, Träger und Kirchen einigten sich auf Maßnahmen, um die Flexibilität und Qualität der frühkindlichen Betreuung zu verbessern. Die Änderungen sollen langjährige strukturelle Probleme im System angehen und Eltern mehr Wahlmöglichkeiten bei der Buchung von Betreuungszeiten bieten.

Kernstück der Reform ist eine neue Struktur der Öffnungszeiten. Künftig gibt es eine verbindliche Kernbetreuungszeit von mindestens fünf Stunden täglich, ergänzt durch flexible Randzeiten. Eltern können die Betreuung künftig in Fünf-Stunden-Blöcken buchen – das erhöht die Planungsfreiheit im Vergleich zum bisherigen System.

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Die Finanzierung der Reform ist gesichert: Das Land stellt 1,5 Milliarden Euro für Investitionen bereit, zusätzlich fließen 50 Millionen Euro in eine Personaloffensive zur Gewinnung weiterer Fachkräfte. Zudem steigt die Grundförderung für Kitas ab dem 1. August 2027 jährlich um 200 Millionen Euro. Dennoch bleibt die langfristige Finanzierung der Kitas in NRW eine offene Baustelle, um die Stabilität des Systems dauerhaft zu gewährleisten.

Das Gesetzgebungsverfahren für die Reform, bekannt als KiBiz, soll bis 2026 abgeschlossen werden. Bei einer Verabschiedung treten die neuen Regelungen am 1. August 2027 in Kraft. Das Positionspapier bildet die Grundlage für einen Gesetzentwurf der Landesregierung, wobei in den kommenden Monaten weitere Nachbesserungen diskutiert werden dürften.

Die Einigung markiert einen wichtigen Fortschritt für die Kinderbetreuung in NRW. Mit mehr Mitteln und flexibleren Buchungsmöglichkeiten zielt die Reform auf eine Steigerung von Qualität und Zugänglichkeit ab. Nun geht es darum, die Pläne bis zum Stichtag 2027 in geltendes Recht zu überführen.

Quelle