08 May 2026, 16:04

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen bundesweit

Schwangeres Paar, das Hand in Hand mit Händen auf dem Bauch steht, trägt Schwangerschaftskleidung und ist von Bäumen umgeben.

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen bundesweit

Nordrhein-Westfalen treibt gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland voran

Die Landesregierung hat ihre Forderung erneuert, nachdem sie eine Bundesratsinitiative angestoßen und eine Machbarkeitsstudie finanziert hatte. Jährlich bringen rund 27.000 selbstständige Frauen in Deutschland ein Kind zur Welt – ohne jeden rechtlichen Schutz.

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Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat auf Basis der landesgeförderten Studie konkrete Vorschläge vorgelegt. Kernpunkt ist ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Mutterschutzzeit. Die vollständigen Ergebnisse werden im Juli präsentiert.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko behandelt werden dürfe. Ihr Ministerium hat nun ein Treffen in Berlin organisiert, um die Umsetzung der Reformen zu beraten. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden an den Gesprächen teilnehmen.

Nordrhein-Westfalen übernimmt in der Kampagne eine Vorreiterrolle: Neben der Bundesratsinitiative gab das Land eine detaillierte Machbarkeitsstudie in Auftrag, die prüft, wie der Mutterschutz auf Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen ausgeweitet werden kann.

Die geplanten Reformen sollen eine Lücke im aktuellen Arbeitsrecht schließen. Falls sie verabschiedet werden, erhalten selbstständige Frauen während des Mutterschutzes finanzielle Unterstützung. Beim Berliner Treffen wird über die nächsten Schritte entschieden, um die Empfehlungen der Studie in konkrete Politik umzusetzen.

Quelle