25 June 2026, 10:04

Niederländische Delegation diskutiert Integration ukrainischer Geflüchteter in Solingen

Delegation aus den Niederlanden besuchte das Solinger Jobcenter

Niederländische Delegation diskutiert Integration ukrainischer Geflüchteter in Solingen

Eine niederländische Delegation besuchte kürzlich das Jobcenter in Solingen, um über die Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt zu sprechen. Zu der Gruppe gehörten Vertreter mehrerer Ministerien sowie Mitarbeiter des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Jan Welzel, Leiter des Amts für Soziales und Recht in Solingen, stellte die aktuelle Situation der Stadt in Bezug auf ukrainische Geflüchtete vor. Er hielt seinen Vortrag auf Niederländisch und skizzierte dabei die Herausforderungen sowie die bisher erzielten Fortschritte. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Solingen über 1.750 Geflüchtete aufgenommen, von denen noch knapp 1.400 in der Stadt leben. Davon beziehen 1.240 Personen Bürgergeld über das örtliche Jobcenter.

Themen der Gespräche waren unter anderem Sprachkurse, Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, schulische Integration und Arbeitsvermittlung. Ein wiederkehrendes Problem war die Anerkennung von in der Ukraine erworbenen akademischen und beruflichen Abschlüssen. Aktuell nehmen 394 ukrainische Geflüchtete in Solingen an Deutschkursen teil.

Welzel wies zudem auf finanzielle Schwierigkeiten hin und betonte, dass Städte wie Solingen den Großteil der Kosten für Unterbringung und Integration der Geflüchteten tragen. Die niederländische Delegation berichtete von erfolgreichen Kooperationsmodellen, darunter die Zusammenarbeit niederländischer Psychologen mit ukrainischen Kollegen zur Unterstützung der Geflüchteten. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 37 Prozent der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland langfristig bleiben möchten, während 34 Prozent nur bis zum Ende des Krieges hierbleiben wollen.

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Ziel des Besuchs war es, die Zusammenarbeit zwischen niederländischen und deutschen Behörden bei der Unterstützung von Geflüchteten zu stärken. Beide Seiten tauschten praktische Ideen aus, um die Integrationsbemühungen zu verbessern. Das Treffen unterstrich die Notwendigkeit einer fortgesetzten Kooperation, um die anhaltenden Herausforderungen zu bewältigen.

Quelle