23 March 2026, 18:06

Neues Rodungsverbot ab März 2026: Was Gartenbesitzer jetzt wissen müssen

Plakat für Hedge Lawn Nurseries in Roanoke, Virginia, mit Bäumen, Pflanzen, einem Weg und Himmel, sowie dem Text "Hedge Lawn Nurseries Route No. 2" unten.

Neues Rodungsverbot ab März 2026: Was Gartenbesitzer jetzt wissen müssen

Ab 1. März 2026 gilt bundesweit ein Rodungs- und Schnittverbot für Bäume und Sträucher

Von März bis September 2026 dürfen in Deutschland Bäume und Hecken nicht mehr geschnitten oder gefällt werden. Die Maßnahme soll brütende Vögel und Wildtiere während der Fortpflanzungszeit schützen. Gartenbesitzer müssen ihre Arbeiten nun sorgfältig planen, um keine Verstöße gegen das Gesetz zu riskieren.

Noch bis zum 28. Februar 2026 dürfen Grundstückseigentümer Bäume und Hecken ohne Einschränkungen zurückschneiden oder entfernen. Doch sobald das Verbot in Kraft tritt, sind größere Eingriffe – wie das Fällen alter Bäume oder radikaler Rückschnitt – nur noch mit vorheriger Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde zulässig. Betroffen sind nicht nur Wälder, sondern auch private Gärten und Grünflächen an Wohnhäusern.

Ausnahmen gibt es für dringende Maßnahmen: behördlich angeordnete Arbeiten, Maßnahmen im öffentlichen Interesse oder solche zur Verkehrssicherheit bleiben möglich – allerdings nur mit formeller Erlaubnis. Auch außerhalb der Schutzzeit kann das Fällen großer Bäume oder umfangreicher Rückschnitt eine artenschutzrechtliche Prüfung erfordern.

Verstöße gegen die Regelung werden als Ordnungswidrigkeit geahndet. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Die Behörden raten Anwohnern, sich vor geplanten Arbeiten, die Brut- oder Ruhestätten geschützter Tiere beeinträchtigen könnten, bei den örtlichen Naturschutzstellen zu erkundigen.

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Grundlage für das Verbot ist das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 5 BNatSchG), das Wildtiere in der Brutzeit schützt. Zwar werden in den Richtlinien keine konkreten Vogel- oder Insektenarten genannt, doch der Schutz gilt für alle brütenden Tiere von März bis September.

Die neuen Vorschriften erfordern von Gärtnern und Grundbesitzern eine Anpassung ihrer Pläne für Baum- und Heckenschnitt. Während der sechsmonatigen Schutzphase sind für die meisten größeren Arbeiten Genehmigungen nötig. Wer sich unsicher ist, sollte vorab Kontakt zur zuständigen Naturschutzbehörde aufnehmen.

Quelle