15 March 2026, 08:05

Maria Kalesnikava: Vom Gefängnis in Belarus zur Stimme der Demokratie in Deutschland

Eine Gruppe von vier Menschen auf einem roten Teppich, die lächeln und für ein Foto posieren, mit einer Tafel im Hintergrund, auf der "Liberty Justice for All Awards" steht.

Maria Kalesnikava: Vom Gefängnis in Belarus zur Stimme der Demokratie in Deutschland

2022 zeichnete der Internationale Karlspreis drei Führungsfiguren der belarussischen demokratischen Opposition aus, darunter Maria Kalesnikava. Die Auszeichnung würdigte ihren Kampf gegen das autoritäre Regime unter Präsident Alexander Lukaschenko. Doch trotz dieser Ehre hat sich die Repression in Belarus seitdem nicht gelockert.

Kalesnikava stieg während der Proteste 2020 in Belarus zu einer bekannten Persönlichkeit auf. Im September jenes Jahres wurde sie in Minsk festgenommen und 2021 zu elf Jahren Haft verurteilt. Ihre Inhaftierung lenkte die internationale Aufmerksamkeit auf Lukaschenkos brutales Vorgehen gegen Andersdenkende.

Der Internationale Karlspreis, der seit 1950 verliehen wird, ehrt Verdienste um die europäische Einheit und demokratische Werte. 2022 erhielten Kalesnikava und ihre Mitstreiter aus der Opposition die Auszeichnung für ihren Widerstand gegen den Autoritarismus. Die Feierlichkeiten in Aachen unterstrichen ihren Kampf zu einer Zeit, in der Belarus seine Bindungen an Russland im Zuge des Ukraine-Kriegs weiter vertiefte.

Im Dezember 2025 kam Kalesnikava aus der Haft frei. Sie lebt nun in Deutschland, wo ihre fortgesetzte Präsenz die politische Unterdrückung in Belarus im öffentlichen Bewusstsein hält. Ihr jüngstes Treffen in Aachen bekräftigte die Unterstützung für all jene, die in der Region weiterhin für Demokratie kämpfen.

Belarus bleibt fest im Griff der Autokratie, demokratische Reformen sind nicht in Sicht. Der Karlspreis 2022 brachte Kalesnikavas Anliegen weltweite Anerkennung, doch Lukaschenkos Regime hat seinen Druck nur noch verstärkt. Ihre Freilassung und Übersiedlung nach Deutschland sorgen dafür, dass der Kampf um Freiheit in Belarus nicht in Vergessenheit gerät.

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