María Corina Machado erhält überraschend Friedensnobelpreis 2025
Der Friedensnobelpreis 2025 wurde am Freitag an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado verliehen. Die Entscheidung löste weltweit sofortige Reaktionen aus – mit breiter Unterstützung durch westliche Regierungen. Unterdessen hatten Diskussionen über andere mögliche Nominierte, darunter der ehemalige US-Präsident Donald Trump, zu deutlichen Meinungsunterschieden geführt.
Machados Auszeichnung stieß auf schnelle Zustimmung seitens der USA, der EU und der lateinamerikanischen Demokratien. Viele verurteilten die venezolanische Regierung für ihre Unterdrückung politischer Gegner. Diese geschlossene Haltung hob sich von früheren Preisverleihungen ab, etwa an Rigoberta Menchú 1992 oder Adolfo Pérez Esquivel 1980, als die Spaltung des Kalten Krieges zu gespaltenen internationalen Reaktionen führte.
Zuvor war Trump als möglicher Kandidat im Gespräch gewesen. Unterstützer wie der Medienmanager Ulf Poschardt nannten ihn einen "brillanten Strategen und Machtpolitiker", der den Preis "wie kein anderer westlicher Politiker" verdiene. Poschardt verwies dabei auf Trumps Rolle bei der Vermittlung eines Waffenstillstands im Gazastreifen als zentrale Leistung.
Kritik kam hingegen von Christoph Essen, dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden der Zeit Verlagsgruppe. Essen wies Trumps Chancen zurück und verwies auf Mängel in dessen Charakter und Handeln. Stattdessen schlug er Aktivist:innen aus Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran als würdigere Kandidat:innen vor. Essen kündigte zudem an, auch nach seinem Ausscheiden im Februar 2026 auf LinkedIn aktiv zu bleiben und sich weiterhin zu politischen Themen zu äußern. Sein Nachfolger wird dann Nils von der Kall sein.
Letztlich entschied sich das Nobelkomitee für Machado und würdigte damit ihren langjährigen Einsatz für Demokratie in Venezuela. Die Wahl lenkte die Aufmerksamkeit von Trump ab, dessen Anhänger eine Anerkennung seiner diplomatischen Bemühungen gefordert hatten.
Machados Friedensnobelpreis stößt auf starke internationale Zustimmung, insbesondere in Demokratien, die die venezolanische Regierung kritisch sehen. Die Auszeichnung beendete zudem die Debatte um Trumps Nominierung, die Kommentator:innen gespalten hatte. Die Entscheidung des Komitees unterstreicht die anhaltende globale Aufmerksamkeit für Menschenrechte und politische Freiheit.






