Mainz bringt das Feuerwerk zurück – nach Drohnen-Experiment und öffentlicher Kritik
Jana FuchsMainz bringt das Feuerwerk zurück – nach Drohnen-Experiment und öffentlicher Kritik
Mainz kehrt zum traditionellen Feuerwerk beim diesjährigen Rheinischen Frühlingsfest zurück – nach gemischten Reaktionen auf die Drohnen-Lichtshow des Vorjahres. Nach der kontroversen Entscheidung, das übliche Feuerwerksfinale an Johannisnacht durch eine Drohnenshow zu ersetzen, hat die Stadt auf die öffentliche Kritik reagiert. Für das diesjährige Fest sind nun zwei Feuerwerke geplant – zur Eröffnung und bei einer weiteren Veranstaltung im April.
Im vergangenen Sommer hatte Mainz das traditionelle Feuerwerk an Johannisnacht durch eine Drohnenshow ersetzt. Die rund 30.000 Euro teure Inszenierung kostete fast doppelt so viel wie die bisherigen Feuerwerke, für die etwa 17.000 Euro veranschlagt wurden. Bürgermeister Nino Haase hatte den Wechsel befürwortet und Drohnen als nachhaltigere Alternative mit längerer visueller Wirkung gepriesen. Auch Marianne Grosse, damals Leiterin des Kulturamts, unterstützte die Entscheidung und verwies auf wachsende Umweltbedenken und einen Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung.
Doch die Drohnenshow stieß auf verhaltene Resonanz. Marco Sottile, Vorsitzender des Mainzer Messe- und Festausschusses, betonte, dass neue Ideen sorgfältig an der öffentlichen Rückmeldung gemessen werden müssten. Der Ausschuss, der seine Veranstaltungen selbst finanziert, entschied sich daher, beim Rheinischen Frühlingsfest wieder auf Feuerwerk zu setzen.
Das Fest findet am Samstag, 28. März, und Samstag, 11. April, jeweils von 12:00 Uhr mittags bis Mitternacht statt. An beiden Abenden wird das Feuerwerk die Rheinpromenade erleuchten – die Kosten trägt vollständig der Messe- und Festausschuss. Die Veranstalter rechnen mit großen Besucherzahlen, denn trotz anhaltender Debatten über die Umweltauswirkungen bleiben die Feuerwerke ein Hauptanziehungspunkt.
Die Rückkehr zum Feuerwerk ist eine direkte Reaktion auf die öffentliche Meinung nach dem Drohnen-Experiment des Vorjahres. Der Ausschuss übernimmt die vollen Kosten für beide Shows und bewahrt so die Tradition für die Festbesucher. Vorerst rücken die Drohnen in den Hintergrund, während die Organisatoren zwischen Spektakel, Brauchtum und Nachhaltigkeit abwägen.






