Legendäres Schwabinger 7-Gemälde kehrt als Kulturdenkmal nach Bruckmühl zurück
Jana FuchsLegendäres Schwabinger 7-Gemälde kehrt als Kulturdenkmal nach Bruckmühl zurück
Ein Stück des legendären Münchner Nachtlebens kehrt diese Woche in Bruckmühl zurück. Das Mixed-Media-Gemälde Schwabinger 7 des Künstlers Rupert Dorrer, das einst von der Wand der berühmten Bar gerettet wurde, wird am Montag in einer örtlichen Galerie enthüllt. Bei der Veranstaltung werden der Bürgermeister sowie der ehemalige Wirt der Bar, Gerd "Manila" Waldhauser, anwesend sein.
Das Kunstwerk war ursprünglich Teil des Schwabinger 7, Münchens ikonischster Bar, die für ihre wilde und unkonventionelle Atmosphäre bekannt war. Bevor das Gebäude abgerissen wurde, entfernte Dorrer den Wandabschnitt und verwandelte ihn in ein mehrschichtiges Gemälde auf Holz mit den Maßen 140 mal 72 Zentimeter. Das unter dem Titel Schwabinger 7 bekannte Werk wurde 2012 versteigert, wo es der Kunstsammler Heinrich Müller erstmals erwarb.
Das Gemälde gelangte später in den Besitz von Denn's Biomarkt, der heute an der ursprünglichen Stelle der Bar ansässig ist. Dorrer hat es seitdem als Dauerleihgabe für die Galerie in Bruckmühl gesichert. Das Werk steht als Mahnmal für das vergängliche Erbe der Bar – besonders im Vergleich zum noch immer blühenden Stammtisch im Grünen Eck in Schwabing.
Die Enthüllung findet in Bruckmühl statt und bringt lokale Amtsträger sowie eine prägende Figur aus der Geschichte der Bar zusammen. Sobald es ausgestellt ist, bleibt das Kunstwerk als Langzeitleihgabe erhalten und bewahrt so ein Fragment der Münchner Kulturgeschichte für Besucher.