10 June 2026, 02:05

Lasertechnik revolutioniert Wasserstoff- und Brennstoffzellenproduktion in Aachen

Laser-Technologien für die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft

Lasertechnik revolutioniert Wasserstoff- und Brennstoffzellenproduktion in Aachen

5. Laser-Kolloquium Wasserstoff 2024 (LKH2) in Aachen: Lasertechnik als Schlüssel für die Wasserstoff- und Brennstoffzellenproduktion

Vom 10. bis 11. September fand in Aachen das 5. Laser-Kolloquium Wasserstoff 2024 (LKH2) statt. Veranstaltet vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT), brachte die Konferenz 60 Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung zusammen. Im Mittelpunkt standen die neuesten Entwicklungen in der Lasertechnik für die Wasserstoff- und Brennstoffzellenherstellung.

In diesem Jahr präsentierten 17 Fachvorträge aktuelle Fortschritte in der industriellen Fertigung von Brennstoffzellen. Besonders beleuchtet wurde die Rolle der Lasertechnik entlang der gesamten Produktionskette.

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Prof. Dr. Eike Hübner vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI), zeigte, wie laserinduzierte Nanostrukturen die Oberflächen von Brennstoffzellen optimieren können. Sein Team entwickelte Nanoschäume, die im Vergleich zu herkömmlichen Materialien eine 3.000-fach größere Oberfläche aufweisen und so die Effizienz deutlich steigern.

Dr. Simon Britten vom Unternehmen Laserline erläuterte, wie Diodenlaser den Energieverbrauch in Trocknungsprozessen um 20 bis 30 Prozent senken können. Zudem ermöglichen sie eine präzisere Fertigung in der Elektrolyse und Brennstoffzellenproduktion.

Tobias Keller vom Fraunhofer ILT hob die Vorteile der Laserbearbeitung für bipolare Platten hervor. Er betonte, dass die Roll-to-Roll-Fertigung deren Haltbarkeit und Leistung maximiert. Stoyan Stoyanov, ebenfalls vom ILT, demonstrierte, wie Ultrakurzpulslaser selbst komplexe Schnittkonturen – etwa für Gas- und Kühlkanäle – in diese Platten einbringen können.

Dr. Alexander Olowinsky, Leiter der Abteilung Fügen und Trennen am Fraunhofer ILT, bezeichnete die Lasertechnik als unverzichtbar für die Skalierung der Brennstoffzellen- und Elektrolyseurproduktion. Dr. Dina Barbian vom eco2050-Institut forderte unterdessen eine globale Zusammenarbeit, um die nachhaltige Wasserstoffproduktion voranzutreiben. Sie argumentierte, dass Partnerschaften zwischen rohstoffreichen Ländern entscheidend seien, um Produktions- und Transportnetze zu optimieren.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie Laserinnovationen die Wasserstoff- und Brennstoffzellenherstellung revolutionieren. Verfahren wie Nanostrukturierung, Präzisionsschneiden und energieeffiziente Trocknung werden bereits im industriellen Maßstab eingesetzt. Die Fachleute waren sich einig: Künftige Fortschritte in diesem Sektor hängen maßgeblich von Kooperationen und fortschrittlichen Lasermethoden ab.

Quelle