Langenfeld und Solingen bündeln Kräfte für Krankenhäuser, Steuern und A3-Ausbau
Noah AlbrechtLangenfeld und Solingen bündeln Kräfte für Krankenhäuser, Steuern und A3-Ausbau
Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider empfing diese Woche seinen Amtskollegen aus Solingen, Tim Kurzbach, im Langenfelder Rathaus. Das Treffen setzte eine langjährige Tradition der Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten fort, wobei der Fokus auf gemeinsamen Herausforderungen und künftigen Projekten lag.
Die beiden Bürgermeister sprachen aktuelle Probleme an, die beide Kommunen betreffen. Ein zentrales Thema war die Belastung der lokalen Krankenhäuser nach den Schließungen in Haan und Solingen. Die verbleibenden Einrichtungen in Solingen und Langenfeld müssen nun mit höheren Patientenzahlen und einem verstärkten Druck auf die Notfallversorgung umgehen.
Kritik übten Schneider und Kurzbach auch an der geplanten Grundsteuerreform in Nordrhein-Westfalen. Beide argumentierten, dass der Entwurf die Kommunen unzumutbar finanziell belasten und die ohnehin angespannten Haushalte weiter unter Druck setzen würde.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist der Ausbau der Autobahn A3. Die Städte wollen sich gemeinsam für eine dritte Spur einsetzen und werden in Kürze mit Landes- und Bundespolitikern zusammenkommen, um das Vorhaben voranzutreiben. Damit knüpfen sie an jahrelange Forderungen nach besseren Verkehrsanbindungen in der Region an.
Das Treffen ist Teil eines regelmäßigen Austauschs zwischen den beiden Verwaltungen, der seit 2017 institutionalisiert ist. Die Tradition der gegenseitigen Besuche begann bereits 2015 und wurde lediglich in den Pandemiejahren 2020 und 2021 unterbrochen. Die nächste Begegnung ist für den Herbst geplant, wenn eine Delegation aus Langenfeld nach Solingen reisen wird.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen gemeinsame Sorgen in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Steuerpolitik und Infrastruktur. Beide Städte werden nun eng zusammenarbeiten, um Lösungen voranzutreiben – etwa den A3-Ausbau oder eine gerechtere Grundsteuerregelung. Die nächsten Schritte umfassen weitere Gespräche mit Vertretern auf Landes- und Bundesebene.






