16 March 2026, 02:04

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt – doch Diebstahl bleibt Problem

Eine Liniengraphik, die die Tötungsdelikte nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt – doch Diebstahl bleibt Problem

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss geht zurück

Im vergangenen Jahr ist die Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss gesunken – mit weniger Straftaten in sämtlichen Bereichen des Kreises. Die offiziellen Zahlen zeigen einen Rückgang von 30.954 Fällen im Jahr 2024 auf 28.790 im Jahr 2025. Trotz des Rückgangs blieb die Aufklärungsquote der Ermittler auf hohem Niveau.

Die Gesamtaufklärungsrate des Kreises lag stabil bei 53,7 Prozent und entsprach damit dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen. Mehr als die Hälfte aller gemeldeten Straftaten wurde aufgeklärt – ein Beleg für die konsequente Polizeiarbeit.

Diebstahl bleibt häufigste Straftat Mit einem Anteil von 40,2 Prozent an allen Fällen blieb Diebstahl die mit Abstand häufigste Straftat. Allerdings wurde hier nur jede vierte Tat (24,8 Prozent) aufgeklärt. Auch in Meerbusch führte Diebstahl die Kriminalstatistik mit 39,5 Prozent an, gefolgt von sonstigen Verstößen und Gewaltdelikten.

Spezialeinsatzkommissionen spielten 2025 eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung mehrerer schwerwiegender Fälle. Besonders hoch war die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten: Von den 17 registrierten Fällen wurden 70,6 Prozent gelöst. In Meerbusch selbst wurden 2.376 Straftaten verzeichnet – ein Rückgang um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote der Stadt blieb mit 44,5 Prozent konstant.

Ob es bei den Tötungsdelikten Verbindungen zur organisierten Kriminalität gab, wurde nicht mitgeteilt.

Der allgemeine Rückgang der Kriminalität deutet auf eine verbesserte Sicherheitssituation im Rhein-Kreis Neuss hin. Angesichts der hohen Aufklärungsquote scheint die Polizeiarbeit erfolgreich. Diebstahl bleibt jedoch eine Herausforderung – nicht zuletzt wegen der geringen Aufklärungsquote in diesem Bereich.

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