Krefeld saniert 100 Gebäude bis 2035 – ohne Vorabkosten für die Stadt
Noah AlbrechtKrefeld saniert 100 Gebäude bis 2035 – ohne Vorabkosten für die Stadt
Krefeld treibt Pläne für Klimaneutralität bis 2035 voran
Die Stadt setzt ein großes Sanierungsprogramm für ihre kommunalen Gebäude um – und nutzt dabei das Modell des Energiespar-Contractings (EPC). Unterstützung erhält sie vom bundesweiten Modellprojekt der Deutschen Energie-Agentur (dena) „Co2ntracting: Zukunft bauen!“.
In einer ersten Phase arbeitet Krefeld mit dem Partner E1 Energiemanagement zusammen, um rund 100 Gebäude zu modernisieren. Den Anfang machen zwölf Liegenschaften, darunter Rathäuser, eine Kindertagesstätte und das Kulturzentrum Fabrik Heeder. Die Arbeiten sollen Anfang 2025 beginnen, mit dem Ziel, den Heizenergieverbrauch um 24 Prozent und den Strombedarf um 30 Prozent zu senken.
Die Sanierungen umfassen die Modernisierung der technischen Anlagen in den Gebäuden. Geplant sind unter anderem der Einbau von Wärmepumpen, die Umstellung auf LED-Beleuchtung und die Installation intelligenter Sensoren. Zudem sollen hydraulischer Abgleich und Photovoltaikanlagen die Effizienz weiter steigern.
Im Rahmen des EPC-Vertrags garantiert E1 Energiemanagement der Stadt über die Vertragslaufzeit hinweg festgelegte Einsparungen. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt über diese Ersparnisse, sodass Krefeld keine Vorabkosten trägt. Das Kompetenzzentrum Contracting der Deutschen Energie-Agentur unterstützt das Projekt zusätzlich mit kostenloser Fachberatung, systematischen Auswertungen und der Vermittlung von Best-Practice-Beispielen aus erfolgreichen Pilotvorhaben.
Das Vorhaben soll als Vorbild für andere Kommunen dienen, die ihre Emissionen reduzieren wollen. Bis 2035 plant Krefeld, seinen gesamten kommunalen Gebäudebestand nach diesem Modell zu sanieren. Die erwarteten Energieeinsparungen leisten einen direkten Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität der Stadt.






