Krankenhäuser protestieren: "Kein Geld – keine Versorgung" für Patienten in Gefahr
Noah AlbrechtKrankenhäuser protestieren: "Kein Geld – keine Versorgung" für Patienten in Gefahr
Krankenhäuser in ganz Deutschland protestieren unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“
Mit der Aktion wollen sie auf die finanzielle Krise im Gesundheitswesen aufmerksam machen. An der Demonstration beteiligten sich auch die GFO-Kliniken Rhein-Berg, die auf die Risiken geplanter Kürzungen bei der Patientenversorgung hinweisen wollten.
Organisiert wurde der Protest von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW). Die Teilnehmer verengten symbolisch die Zugänge zu den Kliniken, um mögliche Versorgungslücken bei Umsetzung der Sparmaßnahmen zu veranschaulichen. Gleichzeitig sollte damit gezeigt werden, wie Kürzungen zu längeren Anfahrtswegen und eingeschränkten Leistungen für Patienten führen könnten.
Die GFO-Kliniken Rhein-Berg unterstützten die Demonstration und sprachen sich für eine Reform des Krankenhaussystems aus – allerdings nur unter der Bedingung, dass damit verlässliche und ausreichende Finanzmittel einhergehen. Im Rahmen des Protests wurde zudem die Petition „Licht aus für die Krankenhäuser“ beworben, die eine faire und nachhaltige Finanzierung der Kliniken fordert.
Aktuell arbeiten rund 80 Prozent der deutschen Krankenhäuser defizitär, ein Drittel steht vor der Insolvenz. Besonders betroffen sind gemeinnützige Häuser, die weder über öffentliche Förderung noch über ausreichende Rücklagen verfügen und daher von den geplanten Kürzungen besonders hart getroffen würden.
Der Protest unterstrich die angespannte finanzielle Lage im deutschen Gesundheitswesen. Die beteiligten Kliniken hoffen, damit politische Weichenstellungen anzustoßen, die weitere Einschränkungen bei der Versorgung verhindern. Ohne stabile Finanzierung, so die Warnung, drohe die Patientenversorgung weiter zu leiden.






