Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenabgabe in Konsumräumen gegen Kriminalität
Lea BraunKöln und Düsseldorf fordern legale Drogenabgabe in Konsumräumen gegen Kriminalität
Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für eine Gesetzesänderung ein, um den kleinteiligen Handel mit harten Drogen in kontrollierten Einrichtungen zu ermöglichen. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen damit die wachsenden Probleme durch offenen Drogenkonsum im öffentlichen Raum angehen. Ihrer Meinung nach könnte ein regulierter Mikrohandel die Belastung für die Stadtteile verringern und die Kriminalität eindämmen.
In Köln hat sich der Neumarkt zu einem Brennpunkt für Drogensüchtige entwickelt. Anwohner und Geschäftsleute berichten von aggressivem Betteln, Diebstählen und öffentlichem Drogenkonsum, die das Leben in dem Viertel zunehmend belasten. Burmester beschrieb die Situation als emotional zermürbend für die Menschen, die dort leben und arbeiten.
In Städten wie Köln und Dortmund hat Crack Heroin inzwischen als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst. Abhängige begehen häufig Straftaten, um ihre Sucht zu finanzieren, und öffentliche Plätze werden oft zum Kauf, Verkauf und Konsum von Drogen genutzt.
Keller und Burmester haben die Landesminister von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, die rechtlichen Möglichkeiten für Mikrohandel in Drogenkonsumräumen zu prüfen. Sie sind überzeugt, dass eine bundesweite Novellierung des Betäubungsmittelgesetzes ihren Vorschlag umsetzbar machen könnte. Die Oberbürgermeister hoffen, dass der kontrollierte Verkauf kleiner Mengen harter Drogen in überwachten Zentren offene Drogenszenen und damit verbundene Straftaten reduzieren würde.
Der Plan sieht vor, spezielle Räumlichkeiten einzurichten, in denen der Mikrohandel mit harten Drogen unter medizinischer Aufsicht geduldet wird. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, könnte es eine kontrollierte Alternative zum Straßenhandel bieten. Ziel der Oberbürgermeister ist es, die Sicherheit und Lebensqualität sowohl für Abhängige als auch für die allgemeine Bevölkerung zu verbessern.
