Klimakonferenz in Bonn: Die Welt kämpft gegen die überschrittene 1,5-Grad-Grenze
Lea BraunKlimakonferenz in Bonn: Die Welt kämpft gegen die überschrittene 1,5-Grad-Grenze
Über 6.500 Delegierte aus 186 Ländern haben sich in Bonn zu einer zehntägigen Klimakonferenz versammelt. Die Verhandlungen finden statt, während die globalen Temperaturen bereits um mehr als 1,5 °C über das vorindustrielle Niveau gestiegen sind – und damit eine zentrale Schwelle des Pariser Abkommens überschreiten.
Das 2015 unterzeichnete Pariser Abkommen zielt darauf ab, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C zu halten, idealerweise auf 1,5 °C zu begrenzen. Allerdings basiert das Abkommen auf freiwilligen nationalen Zusagen, die bisher nicht ausreichen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Die USA waren unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump zeitweise aus dem Abkommen ausgetreten, bevor das Land später wieder beitrat.
UN-Klimachef Simon Stiell hat die Regierungen aufgefordert, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen. Die aktuelle Abhängigkeit von diesen Energiequellen verschärft Inflation und wirtschaftliche Instabilität – besonders, da Konflikte wie der Krieg im Nahen Osten die Kraftstoffkosten in die Höhe treiben. Stiell warnte, dass ein weiteres Zögern tiefgreifendere finanzielle und politische Risiken mit sich bringe.
Im Mittelpunkt der Bonner Verhandlungen steht die Stärkung der Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen. Da die Temperaturen bereits die 1,5-°C-Marke überschritten haben, betonen Wissenschaftler:innen, dass sofortige und konkrete Maßnahmen nötig sind, um eine weitere Erwärmung zu verhindern.
Die Ergebnisse der Bonner Gespräche könnten prägen, wie die Länder den Klimawandel in den kommenden Jahren angehen. Schnellere Fortschritte bei sauberer Energie könnten die wirtschaftlichen Risiken verringern, die mit der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verbunden sind. Gleichzeitig sieht sich die Welt weiterhin mit steigenden Temperaturen und ihren immer schwerwiegenderen Folgen konfrontiert.






