Henkel kämpft mit sinkenden Umsätzen und steigenden Ölpreisen im Jahr 2023
Elias KrauseHenkel kämpft mit sinkenden Umsätzen und steigenden Ölpreisen im Jahr 2023
Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel steht unter finanziellem Druck, da steigende Ölpreise die Kosten in allen Unternehmensbereichen in die Höhe treiben. Das für Marken wie Persil und Schwarzkopf bekannte Unternehmen verzeichnete 2023 einen Rückgang der Nachfrage nach seinen Kernprodukten – der organische Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 3 bis 5 Prozent.
Die Krise trifft Henkel vor allem indirekt durch höhere ölabhängige Ausgaben. Zulieferer und Logistikunternehmen verlangen nun mehr Geld, was die Lieferketten und Produktionskosten des Konzerns zusätzlich belastet. Dennoch bleiben die Marken unter dem Henkel-Dach bei den Kunden weiterhin gefragt, auch wenn Preiserhöhungen drohen.
Weltweit ließ die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens in den ersten drei Quartalen 2023 nach. Alle drei Geschäftsbereiche – Klebstofftechnologien (Adhesive Technologies), Schönheitspflege (Beauty Care) sowie Wasch- und Reinigungsmittel (Laundry & Home Care) – meldeten Rückgänge, bedingt durch sinkende Verbraucherausgaben und schwierige Marktbedingungen. Im vergangenen Jahr hatte Henkel noch einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro erzielt, doch der aktuelle Abschwung gibt Anlass zur Sorge.
Der Vorstandsvorsitzende betont die Notwendigkeit zeitnaher Preisanpassungen, um den finanziellen Druck zu verringern. Eine Verzögerung der Erhöhungen könnte die Lage weiter verschärfen, da die Kosten weiterhin steigen. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf die Produktqualität, um höhere Preise zu rechtfertigen. Der Vorstandsvorsitzende bleibt vorsichtig optimistisch und hofft, dass sich die Krise nicht über das gesamte Jahr hinzieht.
Mit rund 47.000 Mitarbeitern weltweit sind weniger als 20 Prozent in Deutschland beschäftigt. Aufgrund seiner globalen Präsenz muss Henkel unterschiedliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den verschiedenen Märkten bewältigen.
Die Strategie des Konzerns zielt nun darauf ab, die Kostendrucksituation mit der Kundentreue in Einklang zu bringen. Es gilt abzuwägen, wie schnell die Preise angehoben werden können, ohne die Nachfrage nach den etablierten Marken zu gefährden. Vorerst liegt der Fokus darauf, die Stärken der Produkte zu nutzen, um die Auswirkungen der Inflation auf die Verbraucher abzumildern.






