"Helden" feiert Premiere: Neuköllner Jugendkollektiv hinterfragt Heroismus auf der Bühne
Lea Braun"Helden" feiert Premiere: Neuköllner Jugendkollektiv hinterfragt Heroismus auf der Bühne
Das Jugendkollektiv Active Player NK feiert am Heimathafen Neukölln Premiere mit Helden
Die Theatergruppe Active Player NK, ein Jugendensemble mit Sitz im Berliner Heimathafen Neukölln, hat ihr neues Stück Helden uraufgeführt. Die Produktion hinterfragt den Heroismus-Begriff aus der Perspektive junger Darsteller:innen zwischen 12 und 26 Jahren – viele von ihnen beziehen dabei eigene Erlebnisse in die Handlung ein.
Seit 2011 bietet der Verein kostenlose Workshops zu Schauspiel, Regie und kreativem Experimentieren an. Eine Bewerbung ist nicht nötig, die Plätze werden per Losverfahren vergeben. Mohammad Eliraqui, ein professioneller Schauspieler, der selbst im Kollektiv seine Karriere begann, leitet Active Player NK seit 2022.
In Helden stellen die jungen Künstler:innen das Klischee des selbstlosen Helden infrage, der anderen hilft, selbst aber nie Unterstützung sucht. Das Stück verbindet Gesang, Tanz und inszenierte Kämpfe – das Publikum feuert die Darsteller:innen oft begeistert an. Lujain Mustafa zeichnete für die Choreografie der Kampf- und Tanzszenen verantwortlich, während Eliraqui die Regie unterstützte.
Die Inszenierung setzt auch gesellschaftskritische Akzente: In einer Szene wird der Kapitalismus in einem hitzigen Disput zwischen einem Unternehmer und einer Erdbeerkäuferin auf die Schippe genommen. Daneben bleibt Raum für tiefgründige Reflexionen über Zeit und das Jenseits.
Die Aufführung sprüht vor Energie, Kreativität und persönlichen Erzählungen. Sie zeigt das Talent des jungen Ensembles und lädt das Publikum ein, Heroismus und gesellschaftliche Normen kritisch zu hinterfragen. Helden ist Teil der laufenden Arbeit von Active Player NK am Heimathafen Neukölln.






