Haushaltsstreit in Bergisch Gladbach: CDU fordert Sparmaßnahmen und mehr Kontrollen
Lea BraunHaushaltsstreit in Bergisch Gladbach: CDU fordert Sparmaßnahmen und mehr Kontrollen
Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach eskalieren – Streit um steigende Kosten und Personalaufwuchs
In Bergisch Gladbach sind die Haushaltsgespräche in eine angespannte Phase getreten, da die Stadt mit wachsenden Ausgaben und einem deutlichen Personalzuwachs kämpft. CDU-Fraktionschef Michael Metten kritisierte den Entwurf von Bürgermeister Marcel Kreutz als unzureichend – vor allem fehlen ihm Einsparungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und in sozialen Medien. Ohne regierende Koalition gestalten sich die Verhandlungen zusätzlich schwierig.
Allein in den vergangenen sechs Jahren ist die Belegschaft der Stadt um 29 Prozent gewachsen – von 1.187 auf 1.528 Stellen. Metten fragte öffentlich, warum keine Behörde Kürzungsvorschläge vorlege, obwohl die Digitalisierung in einigen Bereichen die Arbeitslast verringere. Zudem forderte er strengere Finanzkontrollen und betonte, dass sich Einsparpotenziale erschließen ließen, ohne dass darunter wichtige Dienstleistungen litten.
Die CDU, die über ein klares Wählermandat verfügt, drängt auf mehr Bauaufsichts- und Kontrollpersonal, um lokale Projekte zu beschleunigen. Gleichzeitig will die Partei die geplante Erhöhung der Grundsteuer von 100 auf nur noch 25 Punkte begrenzen – eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger.
Bei einer jüngsten Veranstaltung des BürgerClubs erläuterte Metten diese Punkte im Gespräch mit Vertretern von SPD und Grünen. Trotz der langjährigen und engen Zusammenarbeit mit Kreutz, den er seit einem Jahrzehnt kennt, stellte er klar: Ein Haushaltskompromiss werde nicht in eine formelle Koalition münden. Die finanziellen Herausforderungen der Stadt bleiben vielschichtig – dringender Handlungsbedarf besteht in Schulen, beim Straßenbau und auf dem Entwicklungsgelände Zanders.
Die aktuellen Haushaltsverhandlungen werden die Ausgaben Bergisch Gladbachs auf Jahre prägen. Setzen sich die CDU-Pläne durch, fallen die Grundsteuererhöhungen moderater aus, und mehr Personal wird für Bauvorhaben und Vollzugsaufgaben eingesetzt. Einig sind sich die Parteien jedoch darin, dass das finale Ergebnis keine langfristige politische Zusammenarbeit einläutet.






