04 May 2026, 08:07

Großübung im Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion auf schweres Erdbeben

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Großübung im Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion auf schweres Erdbeben

Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion in großangelegter Katastrophenübung

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung von Krisensituationen zu überprüfen. An der Übung beteiligten sich rund 100 Einsatzkräfte, die ein schweres Erdbebenszenario durchspielten. Kreisvertreter bezeichneten die Übung als wichtigen Schritt zur Stärkung der lokalen Katastrophenvorsorge.

Im Mittelpunkt der Simulation stand ein Erdbeben der Stärke 6,5, das den nördlichen Teil des Kreises Euskirchen erschüttert. Das Szenario basierte auf der Risikobewertung der Bundesregierung von 2019 und ging von weitreichenden Schäden und dem Zusammenbruch kritischer Infrastruktur in der Kölner Bucht aus – einer Region, die mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 eingestuft wird.

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Die Einsatzleitung des Kreises, die nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 auf der Führungsebene D agierte, koordinierte die Maßnahmen. Zu ihren Aufgaben zählten die schnelle Verlegung von Kräften, die Ressourcenverteilung sowie die Abstimmung zwischen verschiedenen Behörden und Organisationen. Das Team setzte sich aus Einsatzkräften aller kommunalen Feuerwehren zusammen und wurde von Fachberatern unterstützt.

Die Feuerwehr der Stadt Mechernich stellte acht Mitglieder für den Führungsstab ab: Frank Eichen, Gerd Geller, Oliver Geschwind, Alexander Kloster, André Leisten, Achim Nießen, Jens Schreiber und Michael Züll. Feuerwehrleute aus Mechernich waren zudem vor Ort im Einsatz und arbeiteten gemeinsam mit weiteren freiwilligen und hauptamtlichen Kräften.

Kreisdirektor Markus Ramers lobte die Übung im Nachgang als vollen Erfolg. Besonders hob er ihre Bedeutung für den Aufbau langfristiger Strukturen im Krisenmanagement der Region hervor.

Die Übung bot eine realistische Überprüfung der Notfallpläne des Kreises Euskirchen. Der Führungsstab bewies dabei seine Fähigkeit, auch unter Druck großflächige Koordinationsaufgaben zu bewältigen. Für weitere Informationen steht Alexander Kloster von der Freiwilligen Feuerwehr Mechernich unter [email protected] zur Verfügung.

Quelle