Großrazzia in NRW: Zoll deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf Baustellen auf
Lea BraunGroßrazzia in NRW: Zoll deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf Baustellen auf
Zollbeamte haben in mehreren Kreisen Nordrhein-Westfalens eine großangelegte Kontrollaktion durchgeführt. Dabei wurden in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis über 280 Bauarbeiter überprüft. Die Kontrollen förderten zahlreiche Verstöße zutage, darunter illegale Beschäftigung und Lohnbetrug.
An der Aktion beteiligten sich mehr als 110 Zollfahnder, die gezielt Bauunternehmen und deren Mitarbeiter ins Visier nahmen. Elf Männer arbeiteten ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis. Gegen diese Arbeiter und ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
In fünf Fällen gab es Hinweise auf Sozialleistungsbetrug. Weitere fünf Ermittlungsverfahren betreffen nicht abgeführte Sozialabgaben. Drei Unternehmen stehen zudem im Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wertet die Ergebnisse derzeit aus. Weitere Maßnahmen könnten folgen, sobald die Behörden die Kontrollergebnisse detailliert geprüft haben.
Die Überprüfungen haben strafrechtliche Ermittlungen ausgelöst und schwere Verstöße gegen Arbeitsgesetze aufgedeckt. Elf Beschäftigten drohen rechtliche Konsequenzen, während drei Firmen wegen Lohnverstößen mit Sanktionen rechnen müssen. Die Behörden werden die Daten weiter analysieren, um das weitere Vorgehen festzulegen.






