24 March 2026, 20:06

Großrazzia in NRW: Illegale Tabakfabrik mit Millionen-Schaden zerschlagen

Deutsches Propagandaplakat mit zwei Männern in Mützen, die Zigaretten rauchen, und darunter Text

Zoll entdeckt illegalen Tabak- und Zigarettenherstellung - Großrazzia in NRW: Illegale Tabakfabrik mit Millionen-Schaden zerschlagen

Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben in Coesfeld einen großangelegten illegalen Tabakring aufgedeckt. Ein 45-jähriger Tatverdächtiger betrieb sowohl eine Produktionsstätte für Shisha-Tabak als auch eine Zigarettenfabrik. Die Behörden beschlagnahmten tausende gefälschte Produkte und nahmen den Mann wegen Steuerhinterziehung und Betrugs fest.

Bei der Razzia stießen die Beamten auf über 130 Kilogramm unversteuerten gefälschten Wasserpfeifentabak, 15 Kilogramm Feinschnittabak sowie fast 70 Kilogramm Rauchtabak. Weitere 31.000 unversteuerte Zigaretten und 40 Kilogramm Rauchtabak wurden in der Wohnung und Garage des Verdächtigen sichergestellt. Die Produktionsanlagen hätten bis zu 5.600 Zigaretten pro Stunde herstellen können.

Bereits versandfertig verpackt fanden die Ermittler 30.000 unversteuerte Plagiatzigaretten. Zudem wurden 3 Kilogramm Captagon und 350 Gramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von über 122.000 Euro beschlagnahmt. Ein zweiter Tatverdächtiger, 27 Jahre alt, geriet ins Visier der Ermittler, nachdem in seiner Wohnung gefälschte Potenzmittel, Kokain und ein verbotener Klappmesser gefunden wurden.

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Die illegale Tabakproduktion in Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Seit 2021 werden bei Razzien jährlich über 10 Millionen geschmuggelte Zigaretten und versteckte Produktionsstätten aufgedeckt. Der Trend geht weg von großen Lagerhallen hin zu kleinen, getarnten Werkstätten in Wohngebieten. Städte wie Duisburg, Dortmund, Aachen und Köln verzeichnen wiederholt Durchsuchungen – so wurde 2023 in Aachen eine Anlage zerschlagen, die 5 Millionen Zigaretten produzierte.

Der Hauptverdächtige bleibt in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Der geschätzte Steuerausfall durch die beschlagnahmten Tabakwaren beläuft sich auf knapp 55.000 Euro. Die Behörden prüfen, ob die Operation Verbindungen zu überregionalen kriminellen Netzwerken aufweist.

Quelle