Großrazzia gegen kriminelles Netzwerk: 4,4 Millionen Euro Sozialbetrug aufgedeckt
Noah AlbrechtGroßrazzia gegen kriminelles Netzwerk: 4,4 Millionen Euro Sozialbetrug aufgedeckt
Großrazzia gegen organisierte Wirtschaftskriminalität diese Woche
Am Dienstag leitete das Hauptzollamt Dortmund – Dienststelle Siegen eine großangelegte Aktion gegen ein kriminelles Netzwerk, an der rund 180 Beamte beteiligt waren. Unterstützt wurden sie von Kriminalpolizisten der Kreispolizeibehörde Olpe, die an den Durchsuchungen teilnahmen. Die Ermittler beschlagnahmten sechs Luxusfahrzeuge, Bargeld sowie Konten, die mit den illegalen Machenschaften der Gruppe in Verbindung stehen.
Bei den Razzien wurden zudem an zwei Wohnsitzen illegale Schusswaffen sichergestellt. Der Verdacht gegen die Bande lautet auf Einschleusung ausländischer Arbeitskräfte nach Deutschland ohne gültige Visa. Diese wurden anschließend auf Baustellen im ganzen Land illegal beschäftigt.
Laut Ermittlungen nutzte das Netzwerk ein undurchsichtiges Geflecht aus Briefkastenfirmen, um seine Aktivitäten zu verschleiern. Erste Schätzungen zufolge belaufen sich allein die vorenthaltenen Sozialabgaben auf über 4,4 Millionen Euro. Zudem wird wegen vorenthaltenen Lohns, Betrugs an der Sozialkasse der Bauwirtschaft und Steuerhinterziehung ermittelt.
Die Untersuchungen dauern an; in den kommenden Wochen werden weitere Details erwartet. Die Razzien gelten als wichtiger Schritt zur Zerschlagung der kriminellen Strukturen. Vermögenswerte, Waffen und Finanzunterlagen wurden als Beweismaterial sichergestellt. Die Behörden prüfen weiterhin das volle Ausmaß der illegalen Machenschaften der Gruppe.






