Gewerkschaften prangern prekäre Arbeitsbedingungen bei Flugzeugräumern in Düsseldorf an
Lea BraunGewerkschaften prangern prekäre Arbeitsbedingungen bei Flugzeugräumern in Düsseldorf an
Gewerkschaftsvertreter haben das Unternehmen Crombeen GmbH wegen der Arbeitsbedingungen von Flugzeugräumern am Düsseldorfer Flughafen scharf kritisiert. Vertreter der IG BAU Rheinland und des DGB Düsseldorf werfen dem Familienbetrieb vor, branchenübliche Standards nicht einzuhalten. Sie fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, die täglich Hunderte von Flügen abwickeln.
Die Crombeen GmbH, ein in Familienhand geführtes Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden, ist für die Reinigung von mehr als 400 Flügen und 200 Bodenfahrzeugen pro Tag verantwortlich. Trotz des rasanten Wachstums hält sich das Unternehmen nicht an den allgemein gültigen Tarifvertrag für Gebäudereiniger. Statt der vereinbarten 30 Urlaubstage erhalten die Beschäftigten nur 24. Sonntagszuschläge betragen 50 Prozent statt der üblichen 80 Prozent.
Gewerkschafter benannten weitere Mängel bei den Arbeitsbedingungen: Den Angestellten fehle es an angemessenen Umkleideräumen, Pausenbereichen und ausreichenden Sanitäranlagen. Mahir Sahin von der IG BAU forderte, Crombeen müsse sich endlich an die branchenüblichen Standards für Flugzeugräumer anpassen.
Das Unternehmen wirbt indes mit überdurchschnittlichen Löhnen, Nachtschichtzulagen und einem Jobticket als Gegenargument. Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB Düsseldorf, verlangte jedoch einheitliche Standards für alle Reinigungsfirmen am Flughafen. Bei jüngsten Protesten hielten Demonstranten Plakate mit den Aufschriften „Respekt für Reinigungskräfte“ und „Saubere Arbeit, fairer Lohn“ hoch.
Im Mittelpunkt des Streits stehen Bezahlung, Urlaubsanspruch und grundlegende Arbeitsplatzausstattung. Laut Gewerkschaftsbewertung bleiben Crombeens aktuelle Regelungen hinter den tariflichen Vereinbarungen zurück. Die Beschäftigten setzen sich weiterhin für Verbesserungen ein, während die Verhandlungen noch andauern.






