Gary Lineker wechselt von der BBC zu Netflix – und spricht über Mourinho-Streit
Elias KrauseGary Lineker wechselt von der BBC zu Netflix – und spricht über Mourinho-Streit
Gary Lineker wird in diesem Sommer statt für die BBC einen täglichen WM-Podcast für Netflix moderieren. Der ehemalige englische Nationalspieler äußerte sich zudem offen über sein angespanntes Verhältnis zu José Mourinho und seine Kritik an der Turnierberichterstattung der BBC.
Linekers neue Show The Rest is Football wird während der Weltmeisterschaft täglich auf Netflix gestreamt. Er wird die Sendung aus New York präsentieren – und nicht, wie ursprünglich mit der BBC geplant, aus Salford. Zu den regelmäßigen Gästen zählen Alex Aljoe und Rob Jones, ergänzt durch wechselnde Talkgäste.
Sein Wechsel folgt auf seinen Rückzug von der BBC im vergangenen Mai nach einem Antisemitismus-Streit. Die Kontroverse begann, als Lineker auf Instagram Kommentare über den Zionismus veröffentlichte, woraufhin er von Match of the Day suspendiert wurde. Seither kritisierte er die WM-Pläne der BBC, insbesondere die Entscheidung, Experten erst ab dem Viertelfinale nach Nordamerika zu schicken. Stattdessen wird die Berichterstattung aus dem Hauptsitz in Greater Manchester gesteuert.
In einem separaten Interview gab Lineker zu, dass er nicht verstehe, warum José Mourinho seit über einem Jahrzehnt kein Wort mehr mit ihm wechselt. Trotz des Schweigens zwischen den beiden spekulierte er, dass Mourinho gute Chancen habe, als Trainer zu Real Madrid zurückzukehren. Der spanische Klub steckt in dieser Saison in der Krise und hat unter dem aktuellen Chefcoach Álvaro Arbeloa bisher keinen Titel gewonnen.
Linekers Netflix-Podcast markiert einen Bruch mit seiner langjährigen Rolle bei der BBC. Seine Äußerungen zu Mourinho und der WM-Strategie der BBC heizen die laufenden Debatten über Fußballberichterstattung und Trainerwechsel weiter an. Das Turnier beginnt nächsten Monat, und seine tägliche Show wird während der gesamten Weltmeisterschaft zu sehen sein.






