Freiwillige Rückkehr statt Abschiebung: Warum Familien wie die Zeynalovs Deutschland verlassen
Elias KrauseFreiwillige Rückkehr statt Abschiebung: Warum Familien wie die Zeynalovs Deutschland verlassen
In Deutschland sehen sich die Behörden mit Forderungen konfrontiert, die Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber zu beschleunigen. Gleichzeitig gewinnt das Thema an Aufmerksamkeit, da einige Familien – wie die Zeynalovs – freiwillig in ihre Heimat zurückkehren. Die Landesregierung setzt nun verstärkt auf freiwillige Ausreisen, um Kosten zu sparen und die Belastung des Systems zu verringern.
Die Familie Zeynalov, ursprünglich aus Aserbaidschan, hatte einen negativen Asylbescheid erhalten und stand vor der Drohung einer Abschiebung. Dennoch entschied sie sich, auf eigenen Wunsch in ihre Heimat zurückzukehren. Mohammad Zeynalov, der Familienvater, bezeichnete diesen Schritt später als die richtige Entscheidung für seine Familie.
Auch andere Familien, wie die Demirs, haben Deutschland verlassen, noch bevor über ihren Asylantrag entschieden wurde. Die Landesregierung fördert nun gezielt freiwillige Rückkehren und kündigte an, 24,5 neue Beratungsstellen einzurichten, um den Prozess zu unterstützen.
Abschiebungen bleiben kostspielig: Allein ein Charterflug nach Pakistan soll über 400.000 Euro gekostet haben. Freiwillige Rückkehren sind dagegen deutlich günstiger. In Hamm wurden in den vergangenen drei Jahren 753 solche Ausreisen organisiert. Die Familie Zeynalov erhielt beispielsweise 6.000 Euro finanzielle Unterstützung für ihre Rückkehr.
Die Behörden hoffen, dass der Ausbau der Förderung freiwilliger Rückkehren den Bedarf an Zwangsabschiebungen verringert. Im Fokus steht nun, den Prozess für Menschen wie Mahammad Zeynalov zu erleichtern, die klar den Wunsch äußern, Deutschland zu verlassen.
Der Vorstoß für freiwillige Ausreisen erfolgt vor dem Hintergrund der hohen Kosten von Abschiebungen. Da bereits Hunderte über geförderte Programme ausgereist sind, will die Regierung Beratungsangebote und finanzielle Hilfen ausweiten. Ziel ist es, mehr abgelehnte Asylbewerber dazu zu bewegen, ohne Zwangsmaßnahmen in ihre Heimat zurückzukehren.






