Freiwillige Feuerwehr Schwelm kämpft mit Rekord-Einsätzen und Personalmangel
Jana FuchsFreiwillige Feuerwehr Schwelm kämpft mit Rekord-Einsätzen und Personalmangel
Freiwillige Feuerwehr Schwelm hält Jahresversammlung ab
Am 7. März 2025 traf sich die Freiwillige Feuerwehr Schwelm zu ihrer jährlichen Hauptversammlung. Über 100 Feuerwehrleute und Gäste kamen zusammen, um das vergangene Jahr zu bilanzieren und die Pläne für die Zukunft zu besprechen. Die Veranstaltung stand dabei sowohl im Zeichen der Erfolge als auch der drängenden Herausforderungen für den Dienst.
Im Jahr 2024 rückten die Einsatzkräfte zu 750 Notfällen aus – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Diese Zunahme entspricht fast 200 zusätzlichen Einsätzen pro Jahr im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt. Stellvertretender Wehrführer Markus Kosch betonte den dringenden Bedarf an weiterem Personal, da sowohl im hauptamtlichen als auch im ehrenamtlichen Bereich Personalmangel herrsche.
Im Rahmen der Versammlung wurden Beförderungen und neue Mitglieder gewürdigt. Josephine Joester wechselte aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst, während Alina Meuser zur Feuerwehrfrau ernannt wurde. Leon Höpfner und Nils Kuhnen stiegen zum Oberfeuerwehrmann auf. Zudem verstärkten die beiden Anwärter Illja Tilnyi und Lukas Alfter das Team.
Kosch wies auf den desolaten Zustand der Feuerwehrgebäude als großes Problem hin. Er warnte, dass Sicherheitsrisiken und veraltete Bedingungen potenzielle Neueintritte abschrecken könnten. Gleichzeitig lobte die Wehr ihre 100 ehrenamtlichen Kräfte für ihr Engagement bei Übungen, Veranstaltungen und der Jugendarbeit.
Bürgermeister Stephan Langhard sicherte zu, die Sanierung der Wachen zu beschleunigen. Die Feuerwehrführung kündigte zudem an, die Fahrzeugflotte zu modernisieren und 2025 neue, leichtere Schutzkleidung einzuführen.
Angesichts steigender Einsatzzahlen und Personalengpässen stehen in den kommenden Monaten Projekte an, die Infrastruktur und Ausstattung verbessern sollen. Diese Maßnahmen sollen die Einsatzkräfte entlasten und die Qualität des Dienstes sichern.
