Freie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieherausbildung durch Praxisbezug und faire Bezahlung
Jana FuchsFreie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieherausbildung durch Praxisbezug und faire Bezahlung
Freie Wähler NRW schlagen Reform der Erzieherausbildung vor
Die Freien Wähler Nordrhein-Westfalen (FREIE WÄHLER NRW) haben weitreichende Änderungen in der Ausbildung von Fachkräften für frühkindliche Bildung gefordert. Statt theorielastiger schulischer Programme soll es künftig mehr praxisnahe, berufsintegrierte Ausbildungsmodelle geben. Die Vereinigung argumentiert, dass dies die Qualität der frühkindlichen Bildung in der gesamten Region verbessern werde.
Ein zentraler Vorschlag ist die Umwandlung des Studiengangs Kindheitspädagogik in ein verpflichtendes, vergütetes duales Studium. Dieses würde theoretische Lehrinhalte mit praktischer Berufserfahrung verbinden – und gleichzeitig sicherstellen, dass Auszubildende ein Gehalt erhalten.
Darüber hinaus fordert die Vereinigung eine bundesweite Ausweitung praxisintegrierter Ausbildungsgänge für Erzieher:innen und staatlich anerkannte Sozialpädagog:innen. Um dies zu unterstützen, sollen an öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden.
Ein weiterer Kernpunkt ist die Einführung einer verbindlichen Mindestquote von 25 Prozent Ausbildungsplätzen in Kindertageseinrichtungen. Diese soll an die Anzahl qualifizierter Fachkräfte geknüpft werden, um eine bessere Betreuung der Auszubildenden zu gewährleisten. Zudem setzt sich die Vereinigung für eine Verringerung der Betreuungsschlüssel ein, um wissenschaftlich empfohlene Standards zu erfüllen.
Als entscheidend wird eine leistungsgerechte Bezahlung hervorgehoben. Die Freien Wähler sind überzeugt, dass faire Vergütung die Berufsausbildung im Bereich frühkindliche Bildung für Nachwuchskräfte attraktiver macht.
Ziel der Reformvorschläge ist es, die Erzieherausbildung durch mehr Praxisbezug und bessere Arbeitsbedingungen zu modernisieren. Gleichzeitig sollen sie dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Professionalisierung der frühkindlichen Bildung vorantreiben.
