Fortbildung für Vormünder und Pflegeeltern stärkt Jugendhilfe in Lünen
Jana FuchsFortbildung für Vormünder und Pflegeeltern stärkt Jugendhilfe in Lünen
Ehrenamtliche Vormünder und Pflegeeltern in Lünen nahmen kürzlich an einem Fortbildungsseminar teil, um ihr Wissen im Bereich der Jugendhilfe zu vertiefen. Die Veranstaltung am 22. April behandelte zentrale Themen wie rechtliche Rahmenbedingungen, Kinderrechte und die Erstellung von Förderplänen. Die Organisatoren wollen das Programm nun ausbauen, indem sie weitere lokale Freiwillige für diese wichtigen Aufgaben gewinnen.
Das Seminar wurde von Fachkräften der Erziehungshilfen Werne (KEW gGmbH), einem Kinderheim mit langjähriger Erfahrung in der Jugendhilfe, geleitet. Die Teilnehmer setzten sich mit den rechtlichen und pädagogischen Grundlagen der Pflegekinderhilfe auseinander – darunter die Entwicklung wirksamer Unterstützungsstrategien für junge Menschen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Biografiearbeit, einer Methode, die Kindern und Jugendlichen hilft, auch nach belastenden Erfahrungen ein stabiles Identitätsgefühl aufzubauen.
Die Fortbildung förderte zudem den Austausch untereinander: Pflegeeltern konnten Herausforderungen und Lösungsansätze diskutieren. Viele der Anwesenden sind bereits als gesetzliche Vormünder tätig – eine Rolle, die über die tägliche Betreuung hinaus besondere Verantwortung mit sich bringt. Die Veranstaltungen zielten darauf ab, fachliche Kompetenzen zu stärken und gleichzeitig die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Betreuungspersonen zu unterstreichen.
Angesichts des positiven Echoes kündigte der Stadtrat von Lünen an, die Initiative auszuweiten. Die Verantwortlichen hoffen, weitere Bürger als Vormünder oder Pflegeeltern zu gewinnen, um mehr Kindern eine stabile und fachkundige Begleitung zu ermöglichen.
Das April-Seminar vermittelte den Teilnehmenden aktuelles Wissen zu Jugendhilfegesetzen und bewährten Praktiken. Interessierte, die sich als Vormünder engagieren möchten, können nun weitere Informationen zu Schulungen und Voraussetzungen anfordern. Mit dem geplanten Ausbau des Programms rechnet Lünen damit, dass sich künftig mehr Freiwillige melden – zum Wohl benachteiligter junger Menschen in der Region.






