28 June 2026, 16:04

Evangelische Kirche fordert Solidarität mit Israel und warnt vor finanziellen Engpässen

Protestantische Kirche betont: 'Als Christen sollten wir uns für Israel einsetzen!'

Evangelische Kirche fordert Solidarität mit Israel und warnt vor finanziellen Engpässen

Superintendentin Dr. Ilka Werner hat in ihrem Jahresbericht auf drängende Herausforderungen der Evangelischen Kirche hingewiesen. Sie forderte mehr Solidarität mit Israel und warnte zugleich vor der finanziellen Belastung kirchlicher Sozialdienste. In ihrer Rede ging es zudem um Reformen, die die Effizienz steigern und die Kirche an schrumpfende Ressourcen anpassen sollen.

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Werner betonte die Notwendigkeit einer eindeutigen Haltung gegen Antisemitismus. Den erstarkenden Judenhass bezeichnete sie als unerträglich – trotz des früheren Schwurs „Nie wieder!“. Zur Untermauerung zitierte sie die Verfassung der Evangelischen Kirche im Rheinland, die Gottes Treue zur Erwählung Israels bekräftigt.

Die Synode verabschiedete eine neue Satzung für das Diakonische Werk, die ihm mehr Eigenständigkeit verschafft, um Entscheidungen zu beschleunigen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Diakonie, der soziale Arm der Kirche, mit hohen Personalkosten und unzureichender staatlicher Förderung kämpft. Werner warnte, dass Sozialorganisationen ohne weitere Entlastung ihre Angebote kürzen müssten – trotz des engagierten Einsatzes der Mitarbeiter:innen.

Auch strukturell tut sich etwas: Ab 2026 werden haupt- und ehrenamtliche Kräfte in der Kirchenmusik sowie in der Kinder- und Jugendarbeit direkt vom Kirchenkreis angestellt. Dieser gliedert sich zudem in drei regionale Cluster, in denen Pfarrer:innen teamsübergreifend in größeren Gebieten arbeiten. Bis 2030 rechnet man aufgrund des anhaltenden Rückgangs nur noch mit 12 Pfarrstellen und zwei Dritteln des bisherigen Budgets.

Die Kirche geht finanzielle und strukturelle Herausforderungen an, während sie ihre moralische Position stärkt. Die Reformen sollen die Angebote sichern und an knapper werdende Mittel anpassen. Werner Appell an Bescheidenheit und konsequentes Handeln gegen Antisemitismus bleibt eine zentrale Botschaft.

Quelle